Erste Hilfe: die wichtigsten Grundlagen
Kurz: Erste Hilfe heißt: Gefahr erkennen, Notruf 112 wählen, helfen und bei Bewusstlosigkeit ohne Atmung sofort mit der Herzdruckmassage beginnen. Wichtiger als Perfektion ist, dass überhaupt jemand handelt.
Genauer: Unterlassene Hilfeleistung ist strafbar, wenn sie zumutbar ist. Wer in guter Absicht hilft, handelt rechtlich in aller Regel richtig. Ein Erste-Hilfe-Kurs frischt Wissen auf.
Im Detail
- Ablauf (Merkhilfe): Eigene Sicherheit beachten (Absichern, Warnblinker, Warnweste), Lage prüfen, Notruf 112 (Wo? Was? Wie viele? Welche Verletzungen? Warten auf Rückfragen), Hilfe leisten.
- Ansprechen und Atmung prüfen: Person laut ansprechen, an den Schultern rütteln. Keine Reaktion: Atemwege freimachen (Kopf überstrecken, Kinn anheben) und höchstens zehn Sekunden auf normale Atmung achten.
- Stabile Seitenlage: Bewusstlos, aber normal atmend: in die stabile Seitenlage bringen, Atmung weiter kontrollieren, bis der Rettungsdienst kommt.
- Wiederbelebung: Keine normale Atmung: Notruf, dann 30-mal Herzdruckmassage in der Mitte des Brustkorbs (etwa 100 bis 120 Mal pro Minute, 5 bis 6 cm tief), dazu wenn möglich 2 Beatmungen, abwechselnd. Wer sich Beatmung nicht zutraut, drückt durchgehend.
- Defibrillator (AED): Bringt es jemand, einschalten und den Sprachanweisungen folgen. Geräte sind für Laien gebaut.
- Blutung: Wunde mit sauberem Material abdecken, Druckverband anlegen, verletzte Stelle hochhalten. Schutzhandschuhe benutzen.
- Verbrennung: Bei kleinen Verbrennungen kurz (etwa 10 Minuten) mit lauwarmem Wasser kühlen, nicht mit Eis. Keine Hausmittel (Butter, Mehl).
- Verschlucken: Zum Husten auffordern, bei Erstickung kräftige Schläge zwischen die Schulterblätter.
- Verbandkasten: Im Auto Pflicht, auch zu Hause sinnvoll. Ablaufdatum prüfen.
Siehe auch: Erste Hilfe für den Computer
Allgemeine Information, keine medizinische Beratung. Bei Beschwerden oder Fragen zu deiner Situation sprich mit einer Ärztin oder einem Arzt.