Knochenbruch: Erste Hilfe
Kurz: Ein Knochenbruch erfordert eine ruhige, umsichtige Erstversorgung, um weitere Schäden zu vermeiden und Schmerzen zu lindern, bis professionelle medizinische Hilfe eintrifft. Die wichtigste Regel lautet, den verletzten Körperteil möglichst wenig zu bewegen.
Genauer: Offene und geschlossene Brüche unterscheiden sich deutlich in ihrer Erstversorgung, wobei offene Brüche zusätzliche Infektionsrisiken bergen.
Hinweis: Kein Ersatz für ärztliche Beratung oder professionelle Erste-Hilfe-Ausbildung.
Im Detail
- Ruhigstellung: Der betroffene Körperteil sollte so wenig wie möglich bewegt und wenn möglich mit Polstern oder improvisierten Schienen stabilisiert werden.
- Keine Versuche der Reposition: Verrenkte oder verschobene Knochen sollten niemals selbst wieder eingerenkt werden, da dies zusätzliche Schäden verursachen kann.
- Offene Brüche: Bei sichtbaren Knochenteilen oder offenen Wunden wird die Wunde mit einem sterilen Verband bedeckt, ohne Druck auf den vorstehenden Knochen auszuüben.
- Kühlung: Kühlen der betroffenen Stelle, allerdings nicht direkt auf der Haut, kann Schwellung und Schmerzen in den ersten Stunden lindern.
- Durchblutungskontrolle: Die Durchblutung unterhalb der Verletzung sollte regelmäßig überprüft werden, da starke Schwellungen Blutgefäße abdrücken können.
- Schockprävention: Bei starken Schmerzen oder Blutverlust sollte die Person flach gelagert und warmgehalten werden, um einem Schock vorzubeugen.
- Notruf: Bei Verdacht auf einen Wirbelsäulen- oder Beckenbruch, starke Blutungen oder sichtbare Knochenvorstehungen ist umgehend der Notruf 112 zu wählen (erste-hilfe-grundlagen, knochen-muskeln-und-gelenke).