Zeckenbiss: richtig handeln
Kurz: Zecken können beim Blutsaugen Krankheitserreger wie Borreliose-Bakterien oder FSME-Viren übertragen, weshalb der richtige Umgang mit einem Zeckenbiss wichtig ist. Je schneller eine Zecke entfernt wird, desto geringer das Übertragungsrisiko bei Borreliose.
Genauer: Das Risiko einer Borreliose-Übertragung steigt mit der Zeit, die die Zecke an der Haut verbleibt, deutlich an.
Hinweis: Kein Ersatz für ärztliche Beratung.
Im Detail
- Schnelles Entfernen: Die Zecke sollte so bald wie möglich nach der Entdeckung mit einer Zeckenpinzette oder -karte entfernt werden.
- Richtige Technik: Die Zecke wird möglichst nah an der Haut gegriffen und gerade herausgezogen, ohne sie zu quetschen oder zu drehen.
- Keine Hausmittel vor dem Entfernen: Öl, Klebstoff oder Nagellack auf die Zecke zu geben kann sie zum Erbrechen anregen und das Infektionsrisiko erhöhen.
- Stelle beobachten: Die Bissstelle sollte in den folgenden Wochen auf eine wandernde Rötung beobachtet werden, ein typisches Zeichen für Borreliose.
- FSME-Risikogebiete: In bestimmten Regionen besteht ein höheres Risiko für die durch Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis, gegen die eine Impfung existiert.
- Desinfektion: Nach dem Entfernen sollte die Bissstelle gründlich desinfiziert werden, um bakterielle Zweitinfektionen zu vermeiden.
- Ärztliche Abklärung: Bei Fieber, Grippesymptomen oder einer wandernden Rötung nach einem Zeckenbiss sollte zeitnah ein Arzt aufgesucht werden (erste-hilfe-grundlagen, impfungen-grundlagen).