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Die DSGVO gilt für jedes Unternehmen, das Daten von EU-Bürgern verarbeitet — unabhängig vom eigenen Firmensitz. Zentrale Prinzipien: Datenminimierung (nur erheben, was wirklich nötig ist), Zweckbindung (Daten nur für den angegebenen Zweck nutzen), Transparenz (Nutzer müssen wissen, was mit ihren Daten passiert) sowie umfassende Betroffenenrechte. Verstöße können mit Bußgeldern von bis zu 4% des weltweiten Jahresumsatzes geahndet werden. In Deutschland wird die DSGVO durch das BDSG ergänzt.
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Ganzer Artikel im Wiki →In der Praxis meist als “Daten exportieren”-Knopf im eigenen Account umgesetzt, der serverseitig alle mit dem eingeloggten User verknüpften Datensätze zusammenträgt und z. B. als JSON-Datei zum Download anbietet. Wichtig ist eine bewusste Abgrenzung, WAS in den Export gehört: rein technische/sicherheitsrelevante Felder (Passwort-Hash, Push-Subscription) und personenbezogene Daten DRITTER Personen (z. B. wer sonst noch an einem gemeinsamen Support-Ticket beteiligt war) gehören nicht hinein.
Verwandt: Account-Löschung mit Einwandsfrist (Soft Delete + Anonymisierung) · Widerrufsrecht bei digitalen Inhalten (§ 356 Abs. 5 BGB) · Audit Log · Betroffenenrechte nach DSGVO · Kleinunternehmerregelung (§19 UStG) · DSGVO
Ganzer Artikel im Wiki →Personenbezogene Daten sind alle Informationen, die sich auf eine identifizierbare Person beziehen, etwa Name, E-Mail, IP-Adresse oder Kennungen. Verarbeitung ist praktisch jeder Umgang damit: Erheben, Speichern, Auswerten, Weitergeben, Löschen.
Verwandt: Auftragsverarbeitung (AVV) · Berechtigtes Interesse (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO) · Betroffenenrechte nach DSGVO · Einwilligung nach DSGVO · Datenschutz-Folgenabschätzung · Datenschutzerklärung: Pflichtinhalte
Ganzer Artikel im Wiki →Nötig ist eine dreistufige Prüfung: Gibt es ein berechtigtes Interesse? Ist die Verarbeitung dafür erforderlich? Überwiegen nicht die Interessen oder Grundrechte der Person? Beispiele sind Betrugsabwehr, IT-Sicherheit oder Missbrauchsbegrenzung durch Rate-Limits.
Verwandt: DSGVO: Grundsätze und Rechtsgrundlagen · Einwilligung nach DSGVO · TDDDG
Ganzer Artikel im Wiki →Die wichtigsten Betroffenenrechte im Überblick: Recht auf Auskunft (Art. 15 — welche Daten werden verarbeitet?), Recht auf Berichtigung (Art. 16 — falsche Daten korrigieren lassen), Recht auf Löschung (Art. 17, "Recht auf Vergessenwerden"), Recht auf Datenübertragbarkeit (Art. 20 — Daten strukturiert exportieren), Recht auf Einschränkung der Verarbeitung sowie der Grundsatz der Datenminimierung (Art. 5 — nur so viele Daten erheben wie nötig, kein eigenständiges "Recht" im engeren Sinne, aber eng verwandt). Unternehmen müssen diese Anfragen in der Regel innerhalb eines Monats beantworten.
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Ganzer Artikel im Wiki →Anträge muss der Verantwortliche in der Regel innerhalb eines Monats beantworten. Die Auskunft umfasst die gespeicherten Daten, Zwecke, Empfänger, Speicherdauer und Herkunft. Das Recht auf Löschung gilt nicht, wenn gesetzliche Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.
Verwandt: DSGVO: Grundsätze und Rechtsgrundlagen · Account-Löschung mit Einwandsfrist (Soft Delete + Anonymisierung) · Datenschutz durch Technikgestaltung (Privacy by Design) · DSGVO-Datenexport (Art. 15/20) · Einwilligung nach DSGVO · Recht am eigenen Bild
Ganzer Artikel im Wiki →Vorangekreuzte Kästchen oder Schweigen genügen nicht. Die Person muss wissen, wer die Daten wofür verarbeitet. Der Widerruf muss so einfach sein wie die Erteilung. Der Verantwortliche muss die Einwilligung nachweisen können.
Verwandt: DSGVO: Grundsätze und Rechtsgrundlagen · Berechtigtes Interesse (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO) · Betroffenenrechte nach DSGVO · Cookie-Einwilligung (TDDDG)
Ganzer Artikel im Wiki →Eine sofortige, harte Löschung ist riskant: ein versehentlicher Klick, ein kompromittierter Account, oder ein Widerruf des Löschwunschs wären sonst nicht mehr rückgängig zu machen. Die Frist gibt Raum für ein “Rückgängig”, ohne dem Recht auf Löschung (Art. 17 DSGVO) zu widersprechen — nach Fristablauf werden personenbezogene Daten entfernt/anonymisiert (anonymizedAt markiert, WANN das geschehen ist).
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Ganzer Artikel im Wiki →Der Verantwortliche bleibt für die Daten verantwortlich, der Auftragsverarbeiter handelt nur auf Weisung. Der Vertrag (Art. 28 DSGVO) regelt Gegenstand, Dauer, Art der Daten, Pflichten, Kontrollrechte, Unterauftragnehmer und technische Maßnahmen.
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Ganzer Artikel im Wiki →Die DSGVO gilt als EU-Verordnung unmittelbar in allen Mitgliedsstaaten, enthält an manchen Stellen aber sogenannte Öffnungsklauseln, die nationale Gesetzgeber ausfüllen dürfen (z. B. bei Beschäftigtendatenschutz oder der Bestellpflicht eines Datenschutzbeauftragten). Das BDSG regelt diese national spezifischen Punkte für Deutschland und enthält z. B. konkrete Schwellenwerte, ab wie vielen Mitarbeitern ein Datenschutzbeauftragter verpflichtend ist.
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Ganzer Artikel im Wiki →Rechtsgrundlage in Deutschland ist § 25 TDDDG (Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetz, früher TTDSG), das die europäische ePrivacy-Richtlinie umsetzt. Es betrifft nicht nur Cookies, sondern jedes Speichern und Auslesen auf dem Endgerät (LocalStorage, Fingerprinting, Tracking-Pixel). Werden dabei zusätzlich personenbezogene Daten verarbeitet, greift zusätzlich die DSGVO.
Verwandt: Datenschutzerklärung: Pflichtinhalte · Einwilligung nach DSGVO · Google Fonts und Datenschutz · Impressumspflicht (§ 5 TMG) · TDDDG · Cookies
Ganzer Artikel im Wiki →Daten werden erst durch Kontext und Struktur zu nutzbarer Information. In der IT unterscheidet man u. a. strukturierte Daten (z. B. Datenbanktabellen), unstrukturierte Daten (z. B. freier Text, Bilder) und personenbezogene Daten, die besonderem rechtlichem Schutz (DSGVO) unterliegen.
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Ganzer Artikel im Wiki →Umfasst u. a. Datenmodellierung, Backup-Strategien, Zugriffsrechte, Archivierung und die Einhaltung rechtlicher Vorgaben (z. B. DSGVO). Ziel ist, dass Daten korrekt, verfügbar und vor Verlust oder unbefugtem Zugriff geschützt sind.
Verwandt: Daten · DSGVO · Archivierung · SQL
Ganzer Artikel im Wiki →Art. 25 DSGVO verlangt geeignete technische und organisatorische Maßnahmen von Anfang an: nur nötige Daten erheben, früh anonymisieren, Zugriffe begrenzen, Löschung vorsehen.
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Ganzer Artikel im Wiki →Die Dokumentation geht an den Prüfungsausschuss, dessen Mitglieder Externe sind. Deshalb müssen Geheimhaltung und DSGVO beachtet werden.
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Ganzer Artikel im Wiki →Wer international tätig ist, muss prüfen, welche Regeln gelten.
Verwandt: ePrivacy-Richtlinie · TDDDG · BDSG · DSGVO
Ganzer Artikel im Wiki →Sie muss leicht zugänglich sein (Link im Footer jeder Seite) und in klarer Sprache stehen. Sie beschreibt, was tatsächlich passiert, nicht, was theoretisch möglich wäre.
Verwandt: Cookie-Einwilligung (TDDDG) · DSGVO: Grundsätze und Rechtsgrundlagen · Impressum
Ganzer Artikel im Wiki →Sie wird oft „Cookie-Richtlinie“ genannt, weil sie die Einwilligung für Cookies verlangt (Art. 5 Abs. 3). Sie gilt zusätzlich zur DSGVO.
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Ganzer Artikel im Wiki →Das Landgericht München I sprach 2022 (Az. 3 O 17493/20) einem Website-Besucher 100 Euro Schadensersatz zu, weil eine Seite Google Fonts dynamisch eingebunden hatte, ohne dass er eingewilligt hatte.
Verwandt: Cookie-Einwilligung (TDDDG) · Datenübermittlung in Drittländer · DSGVO · Personenbezogene Daten · Tracking · CDN (Content Delivery Network)
Ganzer Artikel im Wiki →NIS-2 ("Network and Information Security Directive 2") erweitert den Kreis betroffener Unternehmen gegenüber der Vorgängerrichtlinie deutlich und verpflichtet Betreiber "wesentlicher" und "wichtiger" Einrichtungen zu technischen und organisatorischen Sicherheitsmaßnahmen sowie zur Meldung erheblicher Sicherheitsvorfälle innerhalb enger Fristen (24 Stunden Erstmeldung). Anders als die DSGVO (Schutz personenbezogener Daten) zielt NIS-2 primär auf die Widerstandsfähigkeit kritischer Infrastruktur gegen Cyberangriffe ab.
Verwandt: BSI-Gesetz · Cyber Resilience Act · DORA · Meldung · DSGVO · Security
Ganzer Artikel im Wiki →Der Begriff ist bewusst weit gefasst: Name, E-Mail-Adresse, IP-Adresse, Standortdaten, aber auch indirekt identifizierende Merkmale zählen dazu, sobald sich daraus (ggf. in Kombination mit anderen Daten) eine konkrete Person ableiten lässt. Eine Unterkategorie sind besonders schützenswerte Daten (z. B. Gesundheitsdaten, religiöse Überzeugung), für die strengere Anforderungen gelten. Anonymisierte Daten (aus denen keine Rückschlüsse auf eine Person mehr möglich sind) fallen NICHT unter die DSGVO — pseudonymisierte Daten (Zuordnung mit Zusatzwissen weiterhin möglich) hingegen schon.
Verwandt: DSGVO · Schützenswerte Daten · Payback · Cookie-Einwilligung (TDDDG) · Google Fonts und Datenschutz · Impressumspflicht (§ 5 TMG)
Ganzer Artikel im Wiki →Das Recht folgt aus dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht und dem Kunsturhebergesetz (§§ 22, 23 KUG) sowie der DSGVO. Ausnahmen gibt es u. a. für Bildnisse der Zeitgeschichte, Menschen als Beiwerk (z. B. Landschaft) und Versammlungen.
Verwandt: Creative Commons und Bildrechte · Betroffenenrechte nach DSGVO
Ganzer Artikel im Wiki →Dazu zählen u. a. Gesundheitsdaten, genetische und biometrische Daten, Daten zu rassischer/ethnischer Herkunft, politischer Meinung, religiöser Überzeugung, Gewerkschaftszugehörigkeit sowie Daten zum Sexualleben oder zur sexuellen Orientierung. Wegen des höheren Missbrauchspotenzials (Diskriminierung, Erpressung) gelten für diese Daten strengere Anforderungen an Rechtsgrundlage, Sicherheit und Speicherung als für "normale" personenbezogene Daten.
Verwandt: Personenbezogene Daten · Audit Log · DSGVO · Daten
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