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Man unterscheidet grundsätzlich zwei Arten: symmetrische Verschlüsselung (ein Schlüssel für beide Richtungen) und asymmetrische Verschlüsselung (Schlüsselpaar aus öffentlichem und privatem Schlüssel). Verschlüsselung schützt die Vertraulichkeit von Daten — sowohl "in transit" (während der Übertragung, z. B. via TLS) als auch "at rest" (im gespeicherten Zustand, z. B. verschlüsselte Festplatten).
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Ganzer Artikel im Wiki →Bekannte symmetrische Algorithmen sind AES (aktueller Standard) und das veraltete DES/3DES. Bei asymmetrischen Verfahren sind RSA und elliptische Kurven (ECC) verbreitet. Wichtig: Die Sicherheit eines Verfahrens hängt nicht davon ab, dass der Algorithmus geheim bleibt (Security by Obscurity gilt als schlechte Praxis) — moderne Algorithmen sind öffentlich dokumentiert und wurden von der Kryptografie-Community geprüft. Sicher ist stattdessen der geheime Schlüssel.
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Ganzer Artikel im Wiki →Der öffentliche Schlüssel kann frei verteilt werden, ohne die Sicherheit zu gefährden — nur der Besitzer des privaten Schlüssels kann damit verschlüsselte Nachrichten wieder lesen. Das löst das Schlüsselverteilungsproblem der symmetrischen Verschlüsselung, ist aber deutlich rechenintensiver. In der Praxis wird deshalb oft ein hybrides Verfahren genutzt: Asymmetrische Verschlüsselung nur zum sicheren Austausch eines symmetrischen Sitzungsschlüssels, die eigentlichen Daten dann symmetrisch verschlüsselt. Bekannte Algorithmen: RSA, elliptische Kurven (ECC).
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Ganzer Artikel im Wiki →Symmetrische Verfahren (z. B. AES) sind deutlich schneller als asymmetrische Verschlüsselung, haben aber ein grundlegendes Problem: Beide Seiten brauchen vorher denselben Schlüssel — und den sicher auszutauschen ist ohne asymmetrische Verfahren schwierig. Deshalb wird in der Praxis meist ein hybrides Verfahren eingesetzt: Der symmetrische Schlüssel (Sitzungsschlüssel) wird asymmetrisch ausgetauscht, die eigentlichen Nutzdaten dann symmetrisch verschlüsselt.
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Ganzer Artikel im Wiki →Eine Cipher Suite wie TLS_ECDHE_RSA_WITH_AES_256_GCM_SHA384 legt fest: welches Verfahren für den Schlüsselaustausch genutzt wird (ECDHE), welcher Algorithmus für die Authentifizierung (RSA), welcher symmetrische Algorithmus für die eigentliche Verschlüsselung (AES-256-GCM) und welche Hash-Funktion für Integritätsprüfungen (SHA-384). Im Handshake schlägt der Client eine Liste unterstützter Cipher Suites vor, der Server wählt eine davon aus.
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Ganzer Artikel im Wiki →Beim bekanntesten Darknet, dem Tor-Netzwerk, wird der Verkehr über mehrere zufällig gewählte Knotenpunkte (Relays) geleitet und dabei mehrfach verschlüsselt (Onion-Routing) — jeder Knoten kennt nur den vorherigen und nächsten Schritt, nicht die gesamte Route. Das Darknet selbst ist technologieneutral (Anonymisierung), wird aber medial oft mit illegalen Marktplätzen assoziiert. Es wird auch von Journalisten, Aktivisten und Menschen in autoritären Staaten genutzt, um Zensur zu umgehen.
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Ganzer Artikel im Wiki →Das Prinzip ("End-to-End") besagt, dass Aufgaben wie Fehlerkorrektur oder Verschlüsselung idealerweise an den Endpunkten einer Verbindung stattfinden sollten, statt sich auf zwischengeschaltete Netzwerkknoten zu verlassen. Bei End-to-End-Verschlüsselung (z. B. bei Messengern) können selbst die übertragenden Server die Nachrichteninhalte nicht einsehen.
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Ganzer Artikel im Wiki →GPG nutzt asymmetrische Verschlüsselung: Jeder Nutzer hat ein Schlüsselpaar aus öffentlichem und privatem Schlüssel. Verschlüsselte Nachrichten an eine Person werden mit deren öffentlichem Schlüssel verschlüsselt und können nur mit dem zugehörigen privaten Schlüssel gelesen werden. GPG wird häufig für signierte Git-Commits, verschlüsselte E-Mails und das Signieren von Software-Releases genutzt. Grafische Oberflächen wie Kleopatra machen die Schlüsselverwaltung zugänglicher als die reine Kommandozeile.
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Ganzer Artikel im Wiki →Anders als Verschlüsselung ist Hashing nicht umkehrbar. Wichtige Eigenschaften: Gleiche Eingabe erzeugt immer denselben Hash, schon eine minimale Änderung der Eingabe erzeugt einen komplett anderen Hash (Lawineneffekt), und es soll praktisch unmöglich sein, zwei verschiedene Eingaben mit demselben Hash zu finden (Kollisionsresistenz). Typische Einsatzzwecke: Passwörter speichern (nie im Klartext, immer gehasht), Integrität von Dateien prüfen, Datenstrukturen wie Hash-Tabellen. Bekannte Algorithmen: SHA-Familie, MD5 (veraltet, unsicher).
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Ganzer Artikel im Wiki →Asymmetrische Verschlüsselung löst das Problem des sicheren Schlüsselaustauschs, ist aber langsam. Symmetrische Verschlüsselung ist schnell, braucht aber einen vorher sicher ausgetauschten Schlüssel. Die Lösung: Beim Verbindungsaufbau (z. B. im TLS-Handshake) wird asymmetrisch ein zufälliger Sitzungsschlüssel ausgetauscht, und die eigentlichen Daten werden anschließend damit symmetrisch verschlüsselt.
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Ganzer Artikel im Wiki →Weil IPSec direkt auf Schicht 3 ansetzt, ist es für alle Anwendungen transparent — sie merken nichts von der Verschlüsselung. Häufigster Einsatzzweck: Aufbau von Site-to-Site- oder Client-VPN-Verbindungen zwischen Netzwerken.
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Ganzer Artikel im Wiki →Anders als bei symmetrischer Verschlüsselung muss der öffentliche Schlüssel nicht geheim gehalten werden — im Gegenteil, er wird bewusst veröffentlicht (z. B. in einem Zertifikat). Was mit dem öffentlichen Schlüssel verschlüsselt wurde, kann nur mit dem zugehörigen privaten Schlüssel entschlüsselt werden, und umgekehrt lässt sich eine mit dem privaten Schlüssel erstellte Signatur mit dem öffentlichen Schlüssel prüfen.
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Ganzer Artikel im Wiki →Sorgt dafür, dass es egal ist, ob Sender und Empfänger intern unterschiedliche Datenformate nutzen — die Presentation-Schicht übersetzt in ein gemeinsames Austauschformat, z. B. Unicode für Text. In vielen modernen Protokollstapeln nicht mehr als eigene technische Schicht sichtbar, sondern in die Anwendungsschicht integriert.
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Ganzer Artikel im Wiki →Für bestimmte Problemklassen (z. B. Faktorisierung großer Zahlen, Simulation von Molekülen) versprechen Quantencomputer massive Geschwindigkeitsvorteile gegenüber klassischen Rechnern — für alltägliche Aufgaben sind sie aber nicht geeignet und aktuell noch stark fehleranfällig (Dekohärenz). Für die IT-Sicherheit relevant: Ausreichend leistungsfähige Quantencomputer könnten heutige asymmetrische Verschlüsselungsverfahren brechen, weshalb an "post-quanten-sicherer" Kryptografie gearbeitet wird.
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Ganzer Artikel im Wiki →Die Sicherheit moderner Kryptografie beruht komplett auf der Geheimhaltung des Schlüssels, nicht auf der Geheimhaltung des Algorithmus (Kerckhoffs' Prinzip). Bei symmetrischer Verschlüsselung gibt es einen gemeinsamen Schlüssel, bei asymmetrischer Verschlüsselung ein Schlüsselpaar aus öffentlichem und privatem Schlüssel. Längere Schlüssel bedeuten (bis zu einem gewissen Punkt) mehr Sicherheit, da Brute-Force-Angriffe exponentiell aufwendiger werden.
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Ganzer Artikel im Wiki →Bei symmetrischer Verschlüsselung passen Schlüssel zum Ver- und Entschlüsseln zusammen (derselbe Schlüssel). Bei asymmetrischer Verschlüsselung gibt es ein Schlüsselpaar, bei dem ein Schlüssel verschließt und nur der jeweils andere wieder öffnet — vergleichbar mit einem Briefkasten, in den jeder einwerfen kann (öffentlicher Schlüssel), aber nur der Besitzer mit seinem privaten Schlüssel wieder herausholen kann.
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Ganzer Artikel im Wiki →Security ist kein einzelnes Werkzeug, sondern ein Zusammenspiel aus technischen Maßnahmen (Firewalls, Verschlüsselung, Authentifizierung), organisatorischen Prozessen (Berechtigungskonzepte, Patch-Management) und physischer Sicherheit (Zutrittskontrolle zu Serverräumen). Man unterscheidet grob zwischen präventiven Maßnahmen (Angriffe verhindern), detektiven Maßnahmen (Angriffe erkennen, z. B. mit einem Sniffer) und reaktiven Maßnahmen (auf einen Vorfall reagieren).
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Ganzer Artikel im Wiki →Trotz des ähnlichen Namens hat SFTP technisch nichts mit klassischem FTP oder FTPS zu tun — es ist ein eigenes Protokoll, das auf dem SSH-Transportprotokoll aufsetzt und dessen Verschlüsselung sowie Authentifizierung mitnutzt. Läuft über denselben Port wie SSH (22), keine zweite Datenverbindung nötig.
Verwandt: FTP · SCP · SSH · OSI-Schicht: Application · Port · Protokoll
Ganzer Artikel im Wiki →Sitzungsschlüssel sind der Kern eines hybriden Verschlüsselungsverfahrens: Beim Handshake wird der Sitzungsschlüssel asymmetrisch sicher ausgetauscht, die eigentlichen Nutzdaten der Verbindung werden dann schnell symmetrisch mit diesem Schlüssel verschlüsselt. Ein neuer Sitzungsschlüssel pro Verbindung sorgt dafür, dass selbst bei Kompromittierung eines Schlüssels nur diese eine Sitzung betroffen ist, nicht alle vergangenen oder künftigen Verbindungen (Forward Secrecy).
Verwandt: Handshake · Hybride Schlüsselverfahren · Schlüssel · Symmetrische Verschlüsselung · HTTPS · Session
Ganzer Artikel im Wiki →SMTP regelt nur den Versand/die Zustellung, nicht das Abrufen von E-Mails — dafür sind IMAP oder POP3 zuständig. Läuft klassisch über Port 25 (Server-zu-Server) bzw. 587 mit Verschlüsselung (Client-zu-Server).
Verwandt: IMAP · E-Mails · Mail · Mailserver · Fehlermeldung · Netzwerkprotokolle
Ganzer Artikel im Wiki →SSH-TRANS handelt beim Verbindungsaufbau den Verschlüsselungsalgorithmus aus, führt den Schlüsselaustausch durch und prüft den Server-Host-Key, damit der Client sicher sein kann, mit dem richtigen Server zu sprechen (Schutz vor Man-in-the-Middle). Erst auf dieser gesicherten Verbindung setzt SSH-USERAUTH auf, um den Nutzer zu authentifizieren.
Verwandt: SSH · SSH-CONNECT · SSH-USERAUTH · Handshake · Verschlüsselungsalgorithmus · Client
Ganzer Artikel im Wiki →SSL wurde in mehreren Versionen (SSL 1.0–3.0) entwickelt, alle gelten mittlerweile als unsicher und sind offiziell abgekündigt. 1999 wurde SSL 3.0 zu TLS 1.0 weiterentwickelt. Begriffe wie "SSL-Zertifikat" oder "SSL-Verschlüsselung" sind daher historisch gewachsene, aber technisch veraltete Bezeichnungen für das, was heute TLS-Zertifikate und TLS-Verschlüsselung heißen sollten.
Verwandt: TLS · Sockets · Zertifikat
Ganzer Artikel im Wiki →Wegen des minimalen Funktionsumfangs (kein Login, kein Verzeichnis-Listing) vor allem für automatisierte Szenarien im lokalen Netz gedacht, z. B. das Laden von Firmware/Boot-Images auf Netzwerkgeräten oder bei PXE-Boot. Im offenen Internet praktisch nie eingesetzt, da unsicher.
Verwandt: FTP · UDP · Authentifizierung · Verschlüsselung · Internet
Ganzer Artikel im Wiki →TLS läuft zwischen Transport- und Anwendungsschicht und sorgt für drei Dinge: Vertraulichkeit (Verschlüsselung der Daten), Integrität (Erkennung von Manipulation) und Authentizität (Identitätsnachweis des Servers über ein Zertifikat). Der Verbindungsaufbau läuft über den TLS-Handshake, bei dem Client und Server sich auf eine Cipher Suite einigen und Schlüssel austauschen. Die eigentliche Datenübertragung nach dem Handshake läuft über das TLS Record Protocol.
Verwandt: HTTPS · Cipher Suite · SSL · TLS Record Protocol · Verschlüsselung · Zertifikat
Ganzer Artikel im Wiki →Das Record Protocol nimmt Daten von den höheren TLS-Teilprotokollen (Handshake Protocol, Change Cipher Spec, Alert Protocol, Application Data Protocol) entgegen, teilt sie in Blöcke, verschlüsselt und signiert sie mit den im Handshake ausgehandelten Schlüsseln und reicht sie zur Übertragung an die Transportschicht (TCP) weiter. Auf Empfängerseite läuft der Vorgang umgekehrt: entschlüsseln, Integrität prüfen, an die passende obere Schicht weitergeben.
Verwandt: Application Data Protocol · Handshake Protocol · TLS · TCP · Übertragung · Alert Protocol
Ganzer Artikel im Wiki →Ein VPN verschlüsselt den gesamten Datenverkehr zwischen Client und VPN-Server, sodass Dritte im dazwischenliegenden Netz (z. B. ein öffentliches WLAN) den Inhalt nicht mitlesen können. Typische Einsatzzwecke: Fernzugriff von Mitarbeitern auf das Firmennetzwerk, Verbindung mehrerer Standorte eines Unternehmens (Site-to-Site-VPN), oder Umgehen geografischer Sperren. Technisch basiert ein VPN meist auf einem Tunnel-Protokoll (z. B. WireGuard, OpenVPN, IPSec) kombiniert mit Verschlüsselung.
Verwandt: IPSec · Tunnel · Firewall · Fernwartung · Port-Weiterleitung · WLAN
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