SMTP
Kurz: Simple Mail Transfer Protocol — das Standardprotokoll zum Versenden von E-Mails zwischen Mail-Servern und vom Client zum Mail-Server.
Genauer: SMTP regelt nur den Versand/die Zustellung, nicht das Abrufen von E-Mails — dafür sind IMAP oder POP3 zuständig. Läuft klassisch über Port 25 (Server-zu-Server) bzw. 587 mit Verschlüsselung (Client-zu-Server).
Im Detail
Der Weg einer E-Mail läuft typischerweise über mehrere SMTP-Sprünge: Der E-Mail-Client des Absenders liefert die Nachricht per SMTP (meist Port 587, verschlüsselt) beim eigenen ausgehenden Mailserver ab. Dieser Server ermittelt über einen MX-DNS-Eintrag den zuständigen Mailserver des Empfängers und liefert die Nachricht per SMTP (klassisch Port 25) dorthin weiter — von Server zu Server, nicht mehr direkt vom ursprünglichen Client. Erst danach kann der Empfänger die Nachricht mit einem separaten Protokoll wie IMAP von seinem Mailserver abrufen.
SMTP war ursprünglich ohne Authentifizierung konzipiert, was es historisch stark für Spam- und Absenderfälschung anfällig gemacht hat — jeder konnte im Absenderfeld eine beliebige Adresse eintragen. Moderne Schutzmaßnahmen wie SPF, DKIM und DMARC ergänzen SMTP deshalb um zusätzliche Prüfmechanismen, die es Empfänger-Servern erlauben zu verifizieren, ob eine E-Mail wirklich von dem Server verschickt wurde, der für die angegebene Absenderdomain zuständig ist.
Siehe auch: IMAP, Mailserver