Linux härten: Updates, Rechte und Lynis
Kurz: Härten heißt, ein System so einzurichten, dass es möglichst wenig Angriffsfläche bietet. Die Grundlagen sind überraschend einfach: aktuell halten, wenig Dienste, wenig Rechte, gute Anmeldung.
Die Checkliste
- Updates automatisch: Sicherheitsupdates regelmäßig einspielen (
unattended-upgradesbei Debian/Ubuntu,dnf-automaticbei Fedora/RHEL), siehe Paketverwaltung unter Linux im Überblick. - Nur nötige Dienste:
systemctl list-unit-files --state=enabled, Überflüssiges abschalten (systemd und Init-Systeme). - Firewall: standardmäßig alles blockieren, nur Nötiges öffnen (Firewall unter Linux: nftables, ufw und firewalld).
- SSH absichern: Schlüssel statt Passwort, Root-Login aus, siehe SSH unter Linux: Schlüssel und Absicherung.
- Wenig Rechte: normale Benutzer,
sudonur wo nötig, Dienste mit eigenem Benutzer (Benutzer, Gruppen und Dateirechte unter Linux). - Mandatory Access Control: SELinux und AppArmor eingeschaltet lassen.
- Verschlüsselung: Platte mit LUKS (Partitionen, LVM und Verschlüsselung (LUKS)), Verkehr mit HTTPS.
- Brute-Force bremsen:
fail2bansperrt Adressen nach vielen Fehlversuchen. - Protokolle ansehen: Logs und Zeitsteuerung: journald, rsyslog, cron und Timer.
- Backups testen (Backups unter Linux: rsync, restic und Timeshift).
Lynis
lynis audit system prüft das System und liefert eine Liste mit Warnungen und Vorschlägen und einen Härtungs-Index. Nicht blind jeden Vorschlag umsetzen, aber als Merkliste sehr nützlich.
Haltung
Sicherheit ist Daueraufgabe, kein Zustand. Jede zusätzliche Software ist mehr Angriffsfläche, jedes Geheimnis im Klartext ein Risiko.
Siehe auch: Linux im Rechenzentrum: RHEL, Ubuntu LTS und Debian