Backups unter Linux: rsync, restic und Timeshift
Kurz: Ein Backup ist erst eines, wenn man es zurückspielen kann. Unter Linux gibt es einfache Werkzeuge: rsync zum Kopieren, restic oder Borg für verschlüsselte, platzsparende Sicherungen, Timeshift für Systemschnappschüsse.
Die 3-2-1-Regel
3 Kopien, auf 2 verschiedenen Medien, davon 1 an einem anderen Ort. Eine zweite Kopie auf derselben Platte oder im selben Raum schützt nicht vor Feuer, Diebstahl oder Verschlüsselungstrojanern.
rsync
rsync -avh --delete ~/Dokumente/ /mnt/backup/Dokumente/
rsync -avh ~/Dokumente/ nutzer@server:/backup/Dokumente/ # über SSHKopiert nur Änderungen. --delete löscht im Ziel, was in der Quelle fehlt (Vorsicht, erst mit --dry-run testen). Achte auf den Schrägstrich am Ende der Quelle.
restic und Borg
Legen verschlüsselte, deduplizierte Schnappschüsse an: Jede Sicherung zeigt den Stand eines Tages, kostet aber nur den geänderten Platz.
restic -r /mnt/backup init
restic -r /mnt/backup backup ~/Dokumente
restic -r /mnt/backup snapshots
restic -r /mnt/backup restore latest --target /tmp/wiederherstellungZiele: Platte, SFTP, Cloud-Speicher. Das Passwort sicher aufbewahren, ohne es sind die Daten verloren.
Timeshift
Schnappschüsse des Systems (vor Updates), vor allem mit Linux-Dateisysteme: ext4, Btrfs, XFS und ZFS (Btrfs-Snapshots). Es sichert nicht Ihre persönlichen Daten.
Automatisieren und prüfen
Regelmäßig per Timer (Logs und Zeitsteuerung: journald, rsyslog, cron und Timer) laufen lassen und Wiederherstellung testen.
Siehe auch: Partitionen, LVM und Verschlüsselung (LUKS)