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Linux im Rechenzentrum: RHEL, Ubuntu LTS und Debian

Kurz: Auf Servern zählt Stabilität und Planbarkeit mehr als das Neueste. Deshalb setzen Firmen auf Distributionen mit langem Support: RHEL und seine Verwandten, Ubuntu LTS und Debian.

Was Server anders wollen

  1. Lange Unterstützung mit Sicherheitsupdates für viele Jahre, ohne dass sich das Verhalten ändert.
  2. Berechenbare Versionen: Kleine Korrekturen statt neuer Funktionen (Release-Modelle: Fixed, LTS und Rolling).
  3. Zertifizierte Hardware und Software, Herstellersupport.
  4. Sicherheitsfunktionen wie SELinux und AppArmor.

Die Großen

  • Red Hat Enterprise Linux (RHEL): kommerziell mit bezahltem Support, bis zu zehn Jahre je Hauptversion. Pakete mit dnf/RPM, siehe dnf und rpm (Fedora, RHEL). Nachbauten: Rocky Linux und AlmaLinux (kostenlos, binärnah).
  • Ubuntu Server LTS: alle zwei Jahre eine LTS-Version mit fünf Jahren Standard-Updates (verlängerbar mit bezahltem Angebot). Sehr verbreitet in der Cloud.
  • Debian Stable: sehr konservativ und verlässlich, rund drei Jahre volle Pflege plus verlängerte LTS durch Freiwillige.
  • SUSE Linux Enterprise (SLES) und weitere.

Wahl in der Praxis

  • Firmenumfeld mit Supportvertrag: RHEL oder SLES.
  • Cloud und Container: Ubuntu LTS oder Debian.
  • Eigene Projekte: Debian oder Ubuntu LTS, einfach und gut dokumentiert.

Auf dem Server selbst sind Desktop, Spiele und Zubehör überflüssig: schlank installieren, wenig Angriffsfläche (Linux härten: Updates, Rechte und Lynis).

Siehe auch: Linux-Distributionen: Familienstammbaum