Linux im Rechenzentrum: RHEL, Ubuntu LTS und Debian
Kurz: Auf Servern zählt Stabilität und Planbarkeit mehr als das Neueste. Deshalb setzen Firmen auf Distributionen mit langem Support: RHEL und seine Verwandten, Ubuntu LTS und Debian.
Was Server anders wollen
- Lange Unterstützung mit Sicherheitsupdates für viele Jahre, ohne dass sich das Verhalten ändert.
- Berechenbare Versionen: Kleine Korrekturen statt neuer Funktionen (Release-Modelle: Fixed, LTS und Rolling).
- Zertifizierte Hardware und Software, Herstellersupport.
- Sicherheitsfunktionen wie SELinux und AppArmor.
Die Großen
- Red Hat Enterprise Linux (RHEL): kommerziell mit bezahltem Support, bis zu zehn Jahre je Hauptversion. Pakete mit
dnf/RPM, siehe dnf und rpm (Fedora, RHEL). Nachbauten: Rocky Linux und AlmaLinux (kostenlos, binärnah). - Ubuntu Server LTS: alle zwei Jahre eine LTS-Version mit fünf Jahren Standard-Updates (verlängerbar mit bezahltem Angebot). Sehr verbreitet in der Cloud.
- Debian Stable: sehr konservativ und verlässlich, rund drei Jahre volle Pflege plus verlängerte LTS durch Freiwillige.
- SUSE Linux Enterprise (SLES) und weitere.
Wahl in der Praxis
- Firmenumfeld mit Supportvertrag: RHEL oder SLES.
- Cloud und Container: Ubuntu LTS oder Debian.
- Eigene Projekte: Debian oder Ubuntu LTS, einfach und gut dokumentiert.
Auf dem Server selbst sind Desktop, Spiele und Zubehör überflüssig: schlank installieren, wenig Angriffsfläche (Linux härten: Updates, Rechte und Lynis).
Siehe auch: Linux-Distributionen: Familienstammbaum