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SELinux und AppArmor

Kurz: SELinux und AppArmor sind Zusatzschutz im Linux-Kernel: Sie legen fest, was ein Programm darf, selbst wenn es als Administrator läuft. Wird ein Dienst gehackt, bleibt der Schaden begrenzt.

Genauer: Das klassische Rechtesystem fragt „wem gehört die Datei?“. Mandatory Access Control (MAC) fragt zusätzlich „darf dieses Programm das überhaupt?“.

Im Detail

  • SELinux: Von NSA und Red Hat. Jede Datei und jeder Prozess hat ein Label (Typ). Regeln erlauben bestimmte Zugriffe. Standard bei Fedora, RHEL, Rocky, Alma. Modi: enforcing, permissive, disabled. getenforce, setenforce 0 (vorübergehend), Meldungen mit ausearch -m avc oder journalctl.
  • AppArmor: Profile pro Programm mit Pfaden. Einfacher zu lesen. Standard bei Ubuntu, Debian, SUSE. aa-status, Profile unter /etc/apparmor.d.
  • Gängige Probleme: Ein Dienst kann nicht auf ein Verzeichnis zugreifen, obwohl die Rechte stimmen: SELinux-Label prüfen (ls -Z, restorecon).
  • Nicht abschalten: Besser Regel anpassen als SELinux ganz ausschalten.
  • Weitere Mechanismen: Seccomp (erlaubte Systemaufrufe), Namespaces und cgroups bei Container unter Linux: Namespaces und cgroups.

Siehe auch: Benutzer, Gruppen und Dateirechte unter Linux, systemaufrufe-und-kernel-modus