1620 Begriffe aus IT, Netzwerk, Sicherheit und Programmierung: erst kurz erklärt, dann ausführlicher. Suche nach einem Wort oder wähle einen Buchstaben.
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Das Wort steht für mehrere Arten. Die Grundidee ist immer gleich: Eine Zertifizierungsstelle (CA) bestätigt, dass der Schlüssel wirklich zu dem Namen gehört.
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Ganzer Artikel im Wiki →Das Zertifikat enthält die Domain, den öffentlichen Schlüssel, die Gültigkeitsdauer und die Unterschrift einer Zertifizierungsstelle (siehe Zertifizierungsstellen). Der Browser prüft sie beim Verbindungsaufbau (TLS).
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Ganzer Artikel im Wiki →Authentizität wird technisch meist über digitale Signaturen oder Zertifikate hergestellt: Ein signiertes Dokument kann nur von jemandem stammen, der den passenden privaten Schlüssel besitzt. Bei TLS-Verbindungen sorgt das Server-Zertifikat dafür, dass der Client sicher sein kann, wirklich mit dem echten Server zu sprechen und nicht Opfer von Spoofing zu werden.
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Ganzer Artikel im Wiki →Der Begriff wird auf mehreren Ebenen verwendet: Beim TCP-Three-Way-Handshake einigen sich zwei Hosts auf eine verlässliche Verbindung (SYN/SYN-ACK/ACK). Beim TLS-Handshake einigen sich Client und Server zusätzlich auf eine Cipher Suite, tauschen Zertifikate aus und handeln einen Sitzungsschlüssel aus. Erst nach erfolgreichem Handshake beginnt die eigentliche Datenübertragung.
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Ganzer Artikel im Wiki →Ablauf vereinfacht: Der Client schickt eine "ClientHello"-Nachricht mit unterstützten Cipher Suites und TLS-Versionen. Der Server antwortet mit "ServerHello" (gewählte Cipher Suite), seinem Zertifikat und ggf. weiteren Parametern. Anschließend wird über asymmetrische Kryptografie ein gemeinsamer Sitzungsschlüssel etabliert. Erst danach signalisieren beide Seiten über das Change Cipher Spec Protocol, dass ab jetzt verschlüsselt kommuniziert wird.
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Ganzer Artikel im Wiki →MITM passiert zum Beispiel in unsicheren öffentlichen WLANs. Verschlüsselung mit TLS (HTTPS) und geprüfte Zertifikate schützen davor. DDoS (Distributed Denial of Service) überflutet einen Server mit Anfragen aus einem Netz gekaperter Geräte („Botnetz"), sodass echte Nutzer nicht durchkommen.
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Ganzer Artikel im Wiki →Browser warnen, weil Zertifikate nur für einen Zeitraum gelten.
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Ganzer Artikel im Wiki →Mit dem Private Key werden Daten entschlüsselt, die mit dem zugehörigen Public Key verschlüsselt wurden, oder Signaturen erstellt, die jeder mit dem Public Key prüfen kann. Ein kompromittierter Private Key (z. B. versehentlich in ein öffentliches Git-Repo committet) macht das gesamte Schlüsselpaar unsicher — betroffene Zertifikate müssen dann widerrufen und neu ausgestellt werden.
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Ganzer Artikel im Wiki →SHA-256 steht für "Secure Hash Algorithm, 256 Bit" und gilt aktuell als kryptografisch sicher (im Gegensatz zum veralteten SHA-1). Typische Einsatzgebiete: Integritätsprüfung von Downloads (Checksummen), Passwort-Hashing (meist kombiniert mit einem Salt), Zertifikate und digitale Signaturen, sowie Blockchain-Systeme wie Bitcoin. Die Zahl im Namen gibt die Länge des Ausgabewerts an — SHA-512 erzeugt entsprechend einen 512-Bit-Hash.
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Ganzer Artikel im Wiki →Eine digitale Signatur wird mit dem privaten Schlüssel des Absenders erzeugt (oft über den Hash der Daten, nicht die Daten selbst — schneller) und mit dessen öffentlichem Schlüssel von jedem geprüft werden kann. Anders als bei einer handschriftlichen Unterschrift ist eine digitale Signatur bei jeder Nachricht anders, da sie vom Inhalt abhängt. Zertifikate nutzen dieses Prinzip: Die Zertifizierungsstelle signiert das Zertifikat mit ihrem privaten Schlüssel.
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Ganzer Artikel im Wiki →SSL wurde in mehreren Versionen (SSL 1.0–3.0) entwickelt, alle gelten mittlerweile als unsicher und sind offiziell abgekündigt. 1999 wurde SSL 3.0 zu TLS 1.0 weiterentwickelt. Begriffe wie "SSL-Zertifikat" oder "SSL-Verschlüsselung" sind daher historisch gewachsene, aber technisch veraltete Bezeichnungen für das, was heute TLS-Zertifikate und TLS-Verschlüsselung heißen sollten.
Verwandt: TLS · Sockets · Zertifikat
Ganzer Artikel im Wiki →Bevor eine CA ein Zertifikat ausstellt, prüft sie (je nach Zertifikatstyp mehr oder weniger streng), ob der Antragsteller wirklich Kontrolle über die betreffende Domain/Organisation hat. Browser und Betriebssysteme vertrauen einer vordefinierten Liste von Root-CAs — jedes Zertifikat, das sich bis zu einer dieser Root-CAs zurückverfolgen lässt (Zertifikatskette), gilt als vertrauenswürdig. Bekannte CAs: Let's Encrypt (kostenlos, automatisiert), DigiCert.
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