Zertifikate
Kurz: Ein Zertifikat ist ein digitaler Ausweis. Es verknüpft einen öffentlichen Schlüssel mit einer Identität (Webseite, Person, Firma) und ist von einer vertrauenswürdigen Stelle unterschrieben.
Genauer: Das Wort steht für mehrere Arten. Die Grundidee ist immer gleich: Eine Zertifizierungsstelle (CA) bestätigt, dass der Schlüssel wirklich zu dem Namen gehört.
Im Detail
- TLS-Zertifikat: für Webseiten und die Verbindung per HTTPS, siehe Zertifikate in der Webentwicklung.
- E-Mail-Zertifikat (S/MIME): zum Signieren und Verschlüsseln von E-Mails.
- Code-Signing: weist nach, von wem ein Programm stammt und dass es unverändert ist.
- Client-Zertifikat: Anmeldung von Personen oder Geräten ohne Passwort.
- Prüfzertifikate und Nachweise: im Alltag auch Bescheinigungen wie Schulzeugnis oder IHK-Zertifikat. Das ist ein anderes Wort für denselben Begriff „Nachweis“, aber technisch etwas ganz anderes.
Wie die Prüfung abläuft
Das Gerät enthält eine Liste vertrauenswürdiger Root-Zertifikate. Ein Zertifikat gilt, wenn seine Kette bis dorthin führt, es nicht abgelaufen und nicht widerrufen ist und der Name passt. Die Mathematik dahinter ist asymmetrische Verschlüsselung.
Siehe auch: Zertifikat, TLS