E-Nummern (Lebensmittelzusatzstoffe)
Kurz: E-Nummern sind EU-weit einheitliche Kennzeichen für zugelassene Lebensmittelzusatzstoffe, zum Beispiel E330 für Citronensäure. Das „E” steht für Europa.
Genauer: Zusatzstoffe erfüllen einen technischen Zweck: färben, haltbar machen, süßen, verdicken oder Fett und Wasser mischen. Bevor ein Stoff eine E-Nummer bekommt, bewertet ihn die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Zugelassen heißt: bei der erlaubten Menge als gesundheitlich unbedenklich bewertet, nicht „gesund”.
Kontext bei uns: Der Produktscanner erkennt jede E-Nummer in der Zutatenliste, nennt Name und Zweck und ordnet sie in vier Stufen ein.
Im Detail
Nummernbereiche
- E100–E199: Farbstoffe
- E200–E299: Konservierungsstoffe
- E300–E399: Antioxidationsmittel, Säuerungsmittel, Säureregulatoren
- E400–E499: Verdickungsmittel, Gelier-, Emulgier- und Stabilisierungsmittel
- E500–E599: Säureregulatoren, Trennmittel, Backtriebmittel
- E600–E699: Geschmacksverstärker
- E900–E999: Überzugsmittel, Süßungsmittel und mehr
- E1000 und höher: Weitere, etwa modifizierte Stärken (E14xx)
Kennzeichnung
In der Zutatenliste steht die Klasse mit dem Namen oder der Nummer, zum Beispiel „Säuerungsmittel (Citronensäure)” oder „Farbstoff E150d”. Je weniger Zusatzstoffe, desto weniger verarbeitet ist ein Produkt meist.
Einordnung der Ampel im Scanner
- unauffällig: natürlich vorkommende oder gut untersuchte Stoffe (z. B. Citronensäure E330, Ascorbinsäure E300)
- Hinweis: für manche Menschen relevant (z. B. Sulfite, Zuckeraustauschstoffe mit abführender Wirkung)
- kritisch diskutiert: zugelassen, aber umstritten (z. B. einige Azofarbstoffe, Nitrit in großen Mengen)
- nicht zugelassen: in der EU nicht mehr erlaubt (z. B. Titandioxid E171)
Siehe auch: Farbstoffe in Lebensmitteln, Konservierungsstoffe, Süßungsmittel und Zuckeraustauschstoffe, Titandioxid (E171)