Raspberry Pi mit Linux
Kurz: Der Raspberry Pi ist ein scheckkartengroßer, günstiger Computer, auf dem ein normales Linux läuft. Er eignet sich zum Lernen, für Heimserver und für Bastelprojekte mit Sensoren und Motoren.
Was man braucht
- Ein Pi-Modell (zum Beispiel Pi 4 oder Pi 5 für Server, Zero 2 W für Kleinprojekte).
- Eine microSD-Karte oder SSD, ein passendes Netzteil (zu schwaches ist der häufigste Fehler).
- Optional Gehäuse und Kühlung.
System aufspielen
Mit dem Raspberry Pi Imager wählt man ein Betriebssystem (meist Raspberry Pi OS, auf Debian aufgebaut), stellt vorab WLAN, Benutzer und SSH ein und schreibt es auf die Karte. Ohne Bildschirm kommt man dann per ssh nutzer@raspberrypi.local hinein, siehe SSH unter Linux: Schlüssel und Absicherung.
Typische Einsatzzwecke
- Heimserver: Pi-hole (Werbeblocker im Netz), Nextcloud, Home Assistant, Medienserver
- Lernen: Linux, Programmieren in Python, Netzwerke
- Hardware: über die GPIO-Pins LEDs, Taster, Sensoren und Motoren steuern (Python-Bibliothek
gpiozero) - Kleine KI-Modelle: siehe Edge-KI: Modelle auf Handy und Raspberry Pi
Wichtig
- ARM-Prozessor: nicht jede x86-Software läuft. Prüfe, ob es eine Version für
aarch64gibt. - SD-Karten nutzen sich ab; für Dauerbetrieb besser eine SSD, regelmäßig sichern.
- Nicht ohne Schutz ins Internet stellen: Updates, Schlüssel statt Passwort, Firewall unter Linux: nftables, ufw und firewalld.
- Gegenüber dem Mikrocontroller Arduino und ESP32: Mikrocontroller im Vergleich: Der Pi ist ein vollwertiger Computer, braucht mehr Strom und startet erst nach dem Hochfahren.
Siehe auch: Linux auf dem Handy: Android, Ubuntu Touch und postmarketOS