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Linux auf dem Handy: Android, Ubuntu Touch und postmarketOS

Kurz: Fast jedes Smartphone läuft schon mit Linux: Android nutzt den Linux-Kernel. „Echtes“ Linux auf dem Handy mit gewohnter Software gibt es mit Projekten wie Ubuntu Touch und postmarketOS.

Android

Android = Linux-Kernel + eigene Systemschicht (ART statt der üblichen Bibliotheken, eigene Oberfläche). Die Programme unterscheiden sich von denen einer Desktop-Distribution. Der Kernel wird vom Hersteller angepasst und selten aktualisiert, siehe Der Linux-Kernel im Überblick.

Mobile Linux-Systeme

  • postmarketOS: auf Alpine Linux aufgebaut, langlebig, viele Oberflächen (Phosh, Plasma Mobile, Sxmo). Läuft auf zahlreichen älteren Geräten.
  • Ubuntu Touch (UBports): Touch-System mit eigener Oberfläche (Lomiri), Apps aus eigenem Store, Update-System mit schreibgeschützter Basis (ähnlich Unveränderliche Linux-Systeme (Immutable Distros)).
  • Sailfish OS, Mobian, Droidian und weitere.
  • Linux-Handys: PinePhone, Librem 5, Fairphone-Ports.

Wo es hakt

  1. Treiber: Kamera, Modem, GPS und Sensoren sind oft proprietär, deshalb unvollständig.
  2. Apps: Banking- und Messenger-Apps fehlen oder laufen nur über Zusatzschichten (Waydroid für Android-Apps).
  3. Akku: Energiesparen ist schwächer.
  4. Installation: Bootloader entsperren, Garantie weg.

Wer es erst nur ausprobieren will, kann den Desktop-Anteil in Linux ausprobieren: Live-USB, VM, WSL und Installation testen. Eine kleine Variante ist Raspberry Pi mit Linux.

Siehe auch: Flatpak, Snap und AppImage