Linux auf dem Handy: Android, Ubuntu Touch und postmarketOS
Kurz: Fast jedes Smartphone läuft schon mit Linux: Android nutzt den Linux-Kernel. „Echtes“ Linux auf dem Handy mit gewohnter Software gibt es mit Projekten wie Ubuntu Touch und postmarketOS.
Android
Android = Linux-Kernel + eigene Systemschicht (ART statt der üblichen Bibliotheken, eigene Oberfläche). Die Programme unterscheiden sich von denen einer Desktop-Distribution. Der Kernel wird vom Hersteller angepasst und selten aktualisiert, siehe Der Linux-Kernel im Überblick.
Mobile Linux-Systeme
- postmarketOS: auf Alpine Linux aufgebaut, langlebig, viele Oberflächen (Phosh, Plasma Mobile, Sxmo). Läuft auf zahlreichen älteren Geräten.
- Ubuntu Touch (UBports): Touch-System mit eigener Oberfläche (Lomiri), Apps aus eigenem Store, Update-System mit schreibgeschützter Basis (ähnlich Unveränderliche Linux-Systeme (Immutable Distros)).
- Sailfish OS, Mobian, Droidian und weitere.
- Linux-Handys: PinePhone, Librem 5, Fairphone-Ports.
Wo es hakt
- Treiber: Kamera, Modem, GPS und Sensoren sind oft proprietär, deshalb unvollständig.
- Apps: Banking- und Messenger-Apps fehlen oder laufen nur über Zusatzschichten (Waydroid für Android-Apps).
- Akku: Energiesparen ist schwächer.
- Installation: Bootloader entsperren, Garantie weg.
Wer es erst nur ausprobieren will, kann den Desktop-Anteil in Linux ausprobieren: Live-USB, VM, WSL und Installation testen. Eine kleine Variante ist Raspberry Pi mit Linux.
Siehe auch: Flatpak, Snap und AppImage