Edge-KI: Modelle auf Handy und Raspberry Pi
Kurz: Edge-KI heißt, dass ein Modell direkt auf dem Gerät läuft (Handy, Laptop, Raspberry Pi) statt in der Cloud. Das spart Wartezeit und schützt Daten, verlangt aber kleine, geschickt verkleinerte Modelle.
Warum lokal?
- Datenschutz: Eingaben verlassen das Gerät nicht.
- Offline nutzbar und ohne Wartezeit durch das Netz.
- Keine laufenden Kosten pro Anfrage.
Wie große Modelle klein werden
- Kleinere Modelle von vornherein (1 bis 8 Milliarden Parameter).
- Quantisierung: Gewichte statt mit 16 Bit nur mit 4 oder 8 Bit speichern. Ein 7-Milliarden-Modell braucht dann etwa 4 GB statt 14 GB. Siehe Quantisierung.
- Destillation und Pruning: Modell-Verkleinerung: Destillation und Pruning.
- Effiziente Programme: Laufzeiten wie
llama.cppoder Ollama nutzen die CPU und GPU des Geräts gut.
Realistische Erwartungen
- Auf einem Raspberry Pi laufen kleine Modelle langsam (wenige Wörter pro Sekunde).
- Moderne Handys haben eine NPU (KI-Chips im Vergleich: GPU, TPU, NPU und Co.) für Foto- und Sprachaufgaben.
- Der wichtigste Engpass ist der Arbeitsspeicher: Das ganze Modell muss hineinpassen.
- Kleine Modelle machen mehr Fehler als große und sind bei langen Kontexten schwächer.
Siehe auch: Lange Kontexte: Techniken und Grenzen