Progressive Overload: Das Grundprinzip im Krafttraining
Kurz: Progressive Overload bedeutet, die Trainingsbelastung über die Zeit kontinuierlich zu steigern, damit sich Muskeln, Sehnen und Nervensystem immer wieder an neue Reize anpassen müssen. Ohne diese stetige Steigerung stagniert der Trainingsfortschritt zwangsläufig.
Genauer: Der Körper passt sich an Belastung an, indem er stärker wird; bleibt die Belastung gleich, verschwindet auch der Anreiz für weiteres Wachstum.
Im Detail
- Gewicht steigern: Die naheliegendste Methode ist, bei gleicher Übung regelmäßig mehr Gewicht aufzulegen, sobald die aktuelle Last leicht zu bewältigen ist.
- Wiederholungen erhöhen: Alternativ kann bei gleichem Gewicht die Anzahl der Wiederholungen pro Satz gesteigert werden, bevor das Gewicht erhöht wird.
- Sätze hinzufügen: Mehr Sätze pro Übung erhöhen das Gesamttrainingsvolumen, ohne dass sich Gewicht oder Wiederholungen ändern müssen.
- Pausenzeiten verkürzen: Kürzere Erholungspausen zwischen Sätzen erhöhen die Trainingsintensität bei gleichbleibender Belastung.
- Bewegungsqualität verbessern: Eine saubere, vollständige Bewegungsausführung mit größerem Bewegungsradius kann die effektive Belastung erhöhen, ohne das Gewicht zu ändern.
- Fortschritt dokumentieren: Ein Trainingstagebuch hilft, die schrittweise Steigerung über Wochen und Monate nachzuvollziehen und Stagnation frühzeitig zu erkennen.
- Grenzen beachten: Zu schnelle Belastungssteigerungen erhöhen das Verletzungsrisiko erheblich, weshalb eine moderate, kontinuierliche Progression sinnvoller ist als Sprünge (hiit-training-grundlagen, faszientraining-und-mobility).