Photovoltaik-Grundlagen: Dachanlage, Eigenverbrauch und Speicher
Kurz: Eine Photovoltaikanlage (PV) wandelt Sonnenlicht in elektrischen Strom um. Auf dem Hausdach deckt sie einen Teil des eigenen Bedarfs, der Rest geht gegen Vergütung ins Netz.
Genauer: Solarzellen erzeugen Gleichstrom. Ein Wechselrichter macht daraus netzüblichen Wechselstrom. Die Leistung gibt man in kWp („Kilowatt Peak”, Spitzenleistung unter Normbedingungen) an.
Im Detail
- Ertrag: In Deutschland liefert 1 kWp bei guter Ausrichtung etwa 900 bis 1000 kWh im Jahr. Ein Einfamilienhaus-Dach mit 8 bis 10 kWp erzeugt also mehrere Tausend kWh.
- Eigenverbrauch: Direkt genutzter Solarstrom spart den vollen Strompreis und ist meist deutlich mehr wert als die Einspeisevergütung. Waschmaschine, Spülmaschine oder Wärmepumpe tagsüber laufen lassen erhöht den Anteil.
- Speicher: Ein Batteriespeicher hebt den Eigenverbrauch (typisch von etwa 30 auf 60 bis 70 %). Er lohnt sich nicht immer, die Wirtschaftlichkeit hängt vom Preis, vom Verbrauch und von der Lebensdauer (Ladezyklen) ab.
- Einspeisevergütung: Für ins Netz gelieferten Strom gibt es für 20 Jahre einen festen Satz pro kWh, der für neue Anlagen regelmäßig sinkt. Wahl zwischen Überschusseinspeisung und Volleinspeisung.
- Steuer: Für kleine Anlagen gilt bei der Anschaffung der Nullsteuersatz bei der Umsatzsteuer, und der Ertrag ist einkommensteuerfrei (Grenzen beachten).
- Pflichten: Anmeldung im Marktstammdatenregister und beim Netzbetreiber, Zähler (häufig Zweirichtungszähler), Brandschutz und Statik des Dachs prüfen.
- Wartung: Wenig. Module halten oft 25 Jahre und mehr, der Wechselrichter etwa 10 bis 15 Jahre. Monitoring zeigt Leistungseinbrüche.
- Planung: Dachfläche, Ausrichtung, Verschattung und Netzanschluss mit Fachbetrieb klären. Mehrere Angebote vergleichen.
Siehe auch: Balkonkraftwerk, Wärmepumpe