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Wallbox und E-Auto zu Hause laden

Kurz: Eine Wallbox ist eine feste Ladestation für das Elektroauto an der Wand oder auf einem Pfosten. Sie lädt deutlich schneller und sicherer als eine normale Haushaltssteckdose.

Genauer: Das Auto hat ein eigenes Ladegerät. Die Wallbox liefert Wechselstrom (AC) mit Schutzeinrichtungen und kommuniziert mit dem Auto. Typisch sind 11 kW, erlaubt sind auch 22 kW.

Im Detail

  • Leistung: 11 kW laden etwa 50 bis 70 km Reichweite pro Stunde. Über Nacht reicht das für nahezu jeden Alltag. Die Schuko-Dose liefert dauerhaft nur etwa 2,3 kW und ist bei Dauerlast kritisch.
  • Anmeldung: Wallboxen bis 11 kW muss man beim Netzbetreiber anmelden, ab 11 kW braucht man eine Genehmigung. Die Installation darf nur ein Elektrofachbetrieb machen.
  • Absicherung: Eigener Stromkreis, FI-Schutzschalter (Typ B oder Typ A mit Gleichstromerkennung), Leitungsquerschnitt passend zur Leistung. Der Hausanschluss muss die zusätzliche Last tragen.
  • Smart laden: Lastmanagement drosselt die Ladung, wenn viel anderer Strom läuft. Mit PV-Anlage lässt sich Überschuss tanken. Dynamische Tarife erlauben günstiges Laden zu Zeiten mit niedrigem Preis.
  • Steuerbare Verbrauchseinrichtung: Netzbetreiber dürfen laut § 14a EnWG zeitweise drosseln, dafür gibt es reduzierte Netzentgelte.
  • Mieter und Wohnungseigentümer: Seit 2020 besteht ein Anspruch auf Zustimmung zum Einbau einer Ladestation. Kosten trägt in der Regel, wer sie einbauen lässt.
  • Förderung: Zuschüsse existierten zeitweise, laufen aber nicht mehr dauerhaft. Aktuelle Programme von Bund, Land und Kommune prüfen.
  • Abrechnung im Betrieb: Für Firmenwagen ist ein eichrechtskonformer Zähler wichtig.

Siehe auch: Photovoltaik, Smart Meter und dynamischer Tarif