POST (Power-On Self-Test)
Kurz: Der POST ist der Selbsttest, den die Firmware direkt nach dem Einschalten durchführt. Er prüft, ob CPU, Arbeitsspeicher, Grafik und Grundgeräte funktionieren, bevor das Betriebssystem startet.
Genauer: Besteht der Test, geht der Start weiter, meist mit einem kurzen Piepton. Schlägt er fehl, meldet der Rechner den Fehler über Pieptöne, Diagnose-LEDs, ein kleines Display (Debug-LED) oder eine Textmeldung.
Im Detail
Typische Prüfungen: Prozessor, Chipsatz, Arbeitsspeicher, Grafik, Tastatur, Laufwerke, Temperatursensoren.
Häufige Pieptöne (je nach Hersteller verschieden, immer im Mainboard-Handbuch prüfen):
| Muster | Bedeutung (oft) |
|---|---|
| 1 kurzer | POST bestanden |
| Dauerton / endlos | Stromversorgung oder Speicherproblem |
| 1 langer, 2 kurze | Grafikkarte |
| 3 kurze oder wiederholt | Arbeitsspeicher (RAM-Fehler) |
| keine Töne, kein Bild | Netzteil, CPU, Mainboard, kein Lautsprecher |
- Debug-LEDs: Vier LEDs „CPU – DRAM – VGA – BOOT” zeigen, wo der Test stehen blieb. Leuchtet „DRAM”, RAM neu einsetzen oder einzeln testen.
- POST-Codes: Zweistellige Hexadezimalzahlen auf einer Anzeige am Mainboard (zum Beispiel
A2= Laufwerke erkennen,AA= Start abgeschlossen). Die Tabelle steht im Handbuch. - Typische Ursachen und Abhilfen: RAM nicht richtig eingesteckt (neu stecken), leere BIOS-Batterie (Einstellungen weg), Grafikkarte ohne Stromkabel, defektes Netzteil, kurzgeschlossene Frontpanel-Kabel.
- Schnellerer Start: Fast Boot kürzt den POST ab.
- Ablauf danach: Nach bestandenem POST sucht die Firmware das Bootgerät.
Siehe auch: Bootvorgang eines Windows-11-Computers, CMOS und BIOS-Batterie, Power-Good-Signal