Power-Good-Signal
Kurz: Das Power-Good-Signal (PWR_OK / PG) meldet das Netzteil an das Mainboard, sobald alle Spannungen stabil und im erlaubten Bereich sind. Erst dann startet die CPU.
Genauer: Beim Einschalten brauchen die Spannungen einen Moment, um sauber zu steigen. Würde die CPU zu früh loslaufen, könnte sie fehlerhaft rechnen oder Schaden nehmen. Das Netzteil prüft deshalb zuerst seine Ausgänge und zieht dann die Leitung „Power Good” auf etwa +5 V.
Im Detail
- Ablauf: Einschalttaste → Mainboard schaltet das Netzteil über das Signal „PS_ON#” ein → Spannungen steigen → Netzteil sendet nach 100 bis 500 ms „Power Good” → das Mainboard hebt den Reset der CPU auf → CPU-Initialisierung beginnt.
- Leitung: Grauer Draht (Pin 8) am 24-poligen ATX-Stecker.
- Fällt das Signal weg (Spannungseinbruch), wird die CPU sofort zurückgesetzt. Der Rechner startet neu oder bleibt aus.
- Fehlerbild: Rechner geht kurz an und wieder aus, Lüfter zucken, kein Piepen, kein Bild. Ursache: defektes oder zu schwaches Netzteil, Kurzschluss, schlechter Kontakt.
- Test: Mit einem Netzteil-Tester oder Multimeter (Büroklammer-Test nur mit Vorsicht und ohne angeschlossene Komponenten).
- Verwandt: Standby-Spannung +5VSB hält Mainboard und Einschaltlogik bereit, auch wenn der Rechner „aus” ist.
- Bedeutung für den Start: Ohne gültiges Power-Good gibt es weder POST noch Bild.
Siehe auch: Stromversorgung und Redundanz im PC, Netzteil (PSU) und 80 Plus, POST (Power-On Self-Test)