CMOS und BIOS-Batterie
Kurz: Das CMOS ist ein kleiner, stromsparender Speicher auf dem Mainboard, der BIOS-Einstellungen und die Uhrzeit hält. Die BIOS-Batterie (meist eine CR2032-Knopfzelle) versorgt ihn bei ausgeschaltetem Rechner.
Genauer: Der Name kommt von der Bauweise (Complementary Metal-Oxide-Semiconductor), die kaum Strom braucht. Die Einstellungen (Bootreihenfolge, Datum, Zeit, Lüfterkurven) liegen darin. Ist die Batterie leer, gehen sie verloren und der Rechner startet mit Werkseinstellungen.
Im Detail
- Typische Anzeichen einer leeren Batterie: Datum und Uhrzeit springen auf einen alten Wert zurück, Meldungen wie „CMOS checksum error” oder „CMOS battery failure”, Einstellungen müssen immer neu gemacht werden, der Rechner findet beim Start kein Bootgerät.
- Lebensdauer: Etwa 3 bis 10 Jahre.
- Tausch: Rechner ausschalten, Netzstecker ziehen, Batterie vorsichtig aus der Fassung lösen, gleiche Knopfzelle (CR2032, 3 V) einsetzen. Danach Einstellungen neu vornehmen.
- CMOS zurücksetzen (Clear CMOS): Jumper „CLR_CMOS” umstecken, kleinen Taster betätigen oder die Batterie kurz entfernen. Hilft, wenn der Rechner wegen falscher Einstellung nicht startet (zum Beispiel nach Übertakten).
- Moderne UEFI-Systeme speichern Einstellungen im NVRAM-Flash, Uhr und ein paar Daten aber weiter über die Batterie.
- Sicherheit: Ein BIOS-/UEFI-Passwort kann so zurückgesetzt werden. Wer den Rechner öffnen kann, kann es umgehen. Deshalb sind Gehäuseschloss und Festplattenverschlüsselung wichtig.
- Echtzeituhr (RTC): Die Uhr läuft ebenfalls mit dieser Batterie weiter.
Siehe auch: BIOS, POST (Power-On Self-Test), Motherboard/Mainboard