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Cold Boot, Warm Boot und Fast Boot

Kurz: Ein Cold Boot ist ein Start aus dem ausgeschalteten Zustand, ein Warm Boot ein Neustart ohne Strom abzuschalten, und Fast Boot (Schnellstart) überspringt Prüfungen oder stellt einen gespeicherten Zustand wieder her, um schneller zu sein.

Genauer: Die Begriffe beschreiben, wie viel vom Startvorgang wirklich durchlaufen wird und wie vollständig die Hardware dabei neu initialisiert wird.

Im Detail

Cold BootWarm BootFast Boot / Fast Startup
Ausgangszustandaus, stromlosläuftheruntergefahren, aber Zustand gesichert
AuslöserEinschalttaste, NetzschalterNeustart, Strg+Alt+EntfEinschalten nach „Herunterfahren”
Strom getrennt?janeinnein/teilweise
Voller POSTjaoft verkürztstark verkürzt oder übersprungen
RAM-Inhaltverlorenwird neu überschriebenbleibt nicht, aber Ruhezustandsdatei wird geladen
Daueram längstenkürzeram kürzesten
  • Warm Boot setzt Prozessor und Betriebssystem zurück, die Hardware bleibt versorgt. Früher mit Strg+Alt+Entf, heute „Neustart”.
  • Fast Boot (UEFI): Die Firmware überspringt Geräteprüfungen und USB-Initialisierung. Praktisch, aber man kommt kaum noch ins UEFI-Menü.
  • Windows Fast Startup: „Herunterfahren” speichert den Kernel-Zustand wie bei einem Ruhezustand. Der nächste Start lädt das Abbild. Nur ein echter Neustart macht einen vollständigen Start.
  • Probleme durch Fast Startup: Updates wirken verspätet, Treiber hängen, Dual-Boot-Systeme und Laufwerke bleiben „gesperrt”, Netzwerkkarten starten nicht neu. Abhilfe: Schnellstart in der Energieoptionen-Steuerung ausschalten oder Neustart statt Herunterfahren.
  • Cold-Boot-Angriff: Gemeint ist ein Angriff, der Schlüssel aus dem RAM liest, solange er nach dem Abschalten noch kurz Daten behält (Kühlen verlängert das). Gegenmaßnahmen: RAM-Löschung beim Start, verlöteter Speicher, TPM-Schutz.
  • Merkregel: Cold = ganz aus. Warm = aus- und wieder einschalten per Software. Fast = Zustand wiederherstellen.

Siehe auch: Bootvorgang eines Windows-11-Computers, POST (Power-On Self-Test), BitLocker