EMZETT.
Login

SATA

Kurz: “Serial ATA” — ein älterer Anschlussstandard für Festplatten und SSDs, der Datenkabel und Stromkabel getrennt zum Laufwerk führt.

Genauer: SATA wurde für mechanische Festplatten entwickelt und ist mit rund 600 MB/s Maximaldurchsatz mittlerweile ein Flaschenhals für moderne SSDs — deshalb setzt sich für SSDs zunehmend NVMe über PCIe durch. Für klassische HDDs und günstige SSDs bleibt SATA aber weiterhin Standard.

Im Detail

SATA löste Anfang der 2000er-Jahre den älteren, breitbandigen “Parallel ATA” (PATA/IDE) Standard ab, indem es Daten seriell (über wenige dünne Leitungen nacheinander) statt parallel (über viele Leitungen gleichzeitig) überträgt — paradoxerweise schneller und zuverlässiger als der parallele Vorgänger, weil bei paralleler Übertragung die einzelnen Leitungen exakt synchron ankommen müssen, was bei hohen Geschwindigkeiten und längeren Kabeln technisch zunehmend schwierig wurde. Die dünneren, flexibleren SATA-Kabel verbesserten zusätzlich den Luftstrom im Gehäuse gegenüber den breiten Flachbandkabeln von PATA.

Für mechanische HDDs, deren Geschwindigkeit ohnehin durch rotierende Platter und einen beweglichen Lesekopf begrenzt ist, reicht die SATA-Bandbreite von rund 600 MB/s bis heute völlig aus — keine HDD kommt in die Nähe dieser Grenze. Bei SSDs sieht das anders aus: Deren interne Flash-Chips könnten deutlich schneller arbeiten, werden durch das SATA-Protokoll und seine begrenzte Befehlswarteschlange künstlich ausgebremst. Deshalb hat sich für SSDs das schnellere NVMe-Protokoll über PCIe etabliert, während SATA für HDDs, ältere Systeme und günstige Einsteiger-SSDs weiterhin Standard bleibt.

SATA-Versionen und Kompatibilität

SATA existiert in mehreren Generationen (SATA I mit 150 MB/s, SATA II mit 300 MB/s, SATA III mit 600 MB/s), die alle abwärtskompatibel zueinander sind — ein neueres SATA-III-Laufwerk funktioniert auch an einem alten SATA-I-Anschluss, läuft dann aber nur mit dessen geringerer Geschwindigkeit. Seit SATA III (ca. 2009 eingeführt) hat sich die maximale Geschwindigkeit nicht mehr erhöht, da der Fokus der Industrie seitdem auf NVMe/PCIe als schnellerem Nachfolgeweg lag statt auf einer weiteren SATA-Generation.

eSATA als externe Variante

Eine mittlerweile seltener gewordene Variante ist eSATA (external SATA) — ein nach außen geführter SATA-Anschluss für externe Laufwerke, der (anders als USB-Bridges) die native SATA-Geschwindigkeit ohne Protokollumsetzung bietet. Mit der Verbreitung schneller USB-Standards (insbesondere USB-C mit hohen Übertragungsraten) hat eSATA in aktuellen Geräten stark an Bedeutung verloren.

Siehe auch: NVMe, HDDs, M.2, Externe Festplatten