Interne Festplatten
Kurz: Massenspeicher, die fest im Gehäuse eines Computers verbaut sind und direkt über SATA oder NVMe/PCIe mit dem Mainboard verbunden werden.
Genauer: Da keine externe Verkabelung oder USB-Bridge nötig ist, sind interne Laufwerke tendenziell schneller angebunden als externe — besonders deutlich bei NVMe-SSDs, die direkt über PCIe laufen.
Im Detail
Interne Laufwerke werden je nach Anschlussart unterschiedlich stark ausgebremst oder eben nicht: SATA-Laufwerke (sowohl HDDs als auch ältere SSDs) sind durch die Bandbreite der SATA-Schnittstelle selbst begrenzt (maximal rund 600 MB/s), unabhängig davon, wie schnell die interne Speicherelektronik theoretisch wäre. NVMe-SSDs umgehen dieses Limit komplett, indem sie direkt über PCIe-Lanes angebunden werden — dieselbe schnelle Verbindungstechnik, die auch Grafikkarten nutzen — und erreichen dadurch Geschwindigkeiten von mehreren Gigabyte pro Sekunde, ein Vielfaches von SATA.
Der Formfaktor spielt bei internen Laufwerken ebenfalls eine Rolle: Klassische 2,5-Zoll- oder 3,5-Zoll-Gehäuse werden per SATA-Daten- und -Stromkabel angeschlossen und benötigen entsprechenden Platz im Gehäuse, während M.2-Laufwerke direkt und kabellos auf einen Steckplatz auf dem Mainboard gesteckt werden — deutlich platzsparender, weshalb M.2 heute besonders bei Laptops und kompakten Desktop-PCs Standard ist. Wichtig beim Kauf: Ein M.2-Steckplatz unterstützt nicht automatisch NVMe-Geschwindigkeit, manche Mainboards bieten M.2-Slots, die nur SATA-Protokoll durchreichen — ein Blick ins Handbuch lohnt sich vor dem Kauf einer teuren NVMe-SSD.
RAID mit internen Laufwerken
Mehrere interne Laufwerke lassen sich per RAID zu einem gemeinsamen logischen Verbund zusammenschalten — z. B. um Daten redundant auf zwei Laufwerken zu spiegeln (Ausfallsicherheit) oder mehrere Laufwerke für höhere Geschwindigkeit zu bündeln. Das setzt entweder einen dedizierten RAID-Controller oder eine Software-RAID-Lösung im Betriebssystem voraus, und ist bei internen Laufwerken deutlich gebräuchlicher als bei externen, da RAID von einer möglichst direkten, latenzarmen Anbindung profitiert.
Warum SSD statt HDD als Systemlaufwerk
Für das Laufwerk, auf dem das Betriebssystem selbst installiert ist, hat sich eine SSD (egal ob SATA oder NVMe) gegenüber einer klassischen HDD durchgesetzt: Der Geschwindigkeitsunterschied bei zufälligen, kleinen Lesezugriffen (genau das, was beim Systemstart und Programmstarts anfällt) ist bei SSDs um ein Vielfaches größer als bei rein sequenziellem Lesen großer Dateien — HDDs bleiben trotzdem beliebt als zusätzliches, günstigeres internes Laufwerk für große Datenmengen (Archive, Medienbibliotheken), wo reine Kapazität pro Euro wichtiger ist als Zugriffsgeschwindigkeit.
Siehe auch: Externe Festplatten, SATA, NVMe, HDDs, RAID