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Festplatten

Kurz: Oberbegriff für nichtflüchtige Massenspeicher in einem Computer — umfasst sowohl klassische magnetische HDDs als auch SSDs, auch wenn “Festplatte” ursprünglich nur HDDs meinte.

Genauer: Festplatten speichern Daten dauerhaft, auch ohne Stromversorgung — im Gegensatz zum flüchtigen RAM. Sie können intern verbaut oder extern über USB angeschlossen sein.

Im Detail

Woher der Name kommt

Der Begriff “Festplatte” stammt historisch von der starren (“festen”) Metallscheibe im Inneren einer HDD — im Gegensatz zur biegsamen Diskette (Floppy Disk), die früher als austauschbares, tragbares Speichermedium parallel existierte. Mit dem Aufkommen von SSDs, die überhaupt keine rotierende Platte mehr enthalten, sondern Daten rein elektronisch in Flash-Speicherzellen ablegen, wurde der Begriff umgangssprachlich trotzdem beibehalten und bezeichnet heute schlicht “das Laufwerk, auf dem das Betriebssystem und die Dateien liegen” — unabhängig von der zugrundeliegenden Technologie, obwohl technisch streng genommen nur HDDs eine tatsächliche “Platte” enthalten.

Nichtflüchtigkeit als gemeinsame Eigenschaft

Alle Festplatten-Typen eint die Eigenschaft der Nichtflüchtigkeit: Anders als RAM behalten sie ihre Daten auch nach dem Abschalten der Stromversorgung, was sie für die dauerhafte Speicherung von Betriebssystem, Programmen und persönlichen Dateien unverzichtbar macht. Diese Eigenschaft ist grundlegend anders als bei RAM, das seinen Inhalt beim Ausschalten sofort verliert — Festplatten sind deshalb der einzige Ort, an dem Daten einen Neustart oder Stromausfall überstehen.

Drei Kaufkriterien

Für die praktische Auswahl spielen vor allem drei Faktoren zusammen: Kapazität (wie viele Daten passen drauf, von wenigen hundert Gigabyte bis mehreren zehn Terabyte bei aktuellen HDDs), Geschwindigkeit (wie schnell werden Daten gelesen/geschrieben, entscheidend für die gefühlte Systemgeschwindigkeit — der Unterschied zwischen HDD und SSD ist hier oft der spürbarste Leistungssprung, den man einem älteren PC überhaupt geben kann) und Preis pro Gigabyte — SSDs gewinnen bei Geschwindigkeit deutlich, HDDs bleiben bei reinem Preis pro Gigabyte für sehr große Kapazitäten oft günstiger, weshalb viele Systeme heute eine Kombination aus beidem nutzen (schnelle SSD für Betriebssystem und häufig genutzte Programme, große HDD für Archivdaten).

Zuverlässigkeit und Lebensdauer

Beide Technologien unterliegen unterschiedlichen Ausfallmechanismen: HDDs können durch mechanischen Verschleiß der rotierenden Teile oder Erschütterungen ausfallen, SSDs durch begrenzte Schreibzyklen der Flash-Speicherzellen (bei normaler Nutzung im Alltag praktisch kein relevantes Problem, da moderne SSDs für sehr viele Schreibzyklen ausgelegt sind). Unabhängig von der Technologie gilt: Jede Festplatte kann ausfallen, weshalb regelmäßige Backups auf einem separaten Medium unverzichtbar bleiben.

Siehe auch: HDDs, SSDs, Interne Festplatten, Externe Festplatten, RAM