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Cybermobbing: Erkennen, handeln und vorbeugen

Kurz: Cybermobbing ist wiederholtes Beleidigen, Bloßstellen oder Ausgrenzen im Netz; Betroffene sollten Beweise sichern, blockieren, melden und sich Hilfe holen.

Genauer: Cybermobbing (auch Cyberbullying) findet über Chats, soziale Netzwerke, Spiele und Videos statt. Es ist besonders belastend, weil es rund um die Uhr geschieht, ein großes Publikum hat und Inhalte sich schwer löschen lassen. Es ist kein „Spaß“ und kann strafbar sein (Beleidigung, Verleumdung, Bedrohung, Verletzung des Rechts am eigenen Bild).

Im Detail

Erkennen

Typische Formen: Beleidigungen und Drohungen, Gerüchte, peinliche Fotos oder Videos, gefälschte Profile, Ausschluss aus Gruppen, Veröffentlichen privater Daten (Doxing). Anzeichen bei Betroffenen: Rückzug, Schlafprobleme, Stimmungswechsel, Angst vor dem Handy oder der Schule.

Wenn du betroffen bist

  1. Nicht antworten und nicht zurückschlagen.
  2. Beweise sichern: Screenshots mit Datum, Name und Link.
  3. Blockieren und melden bei der Plattform.
  4. Vertrauensperson einbinden: Eltern, Lehrkräfte, Ausbilder, Betriebsrat/JAV.
  5. Beratung: Nummer gegen Kummer (116 111), JUUUPORT.de (Beratung durch Gleichaltrige), Polizei bei Drohungen.
  6. Bei strafbaren Inhalten Anzeige erstatten; Anwälte oder Verbraucherzentralen helfen bei Löschansprüchen. Du bist nicht schuld.

Wenn du Zeuge bist

Nicht mitmachen, nicht liken oder weiterleiten. Der betroffenen Person privat Unterstützung anbieten, Inhalte melden und Erwachsene informieren. Schweigen schützt die Täter.

Vorbeugen

Datenschutz-Einstellungen prüfen, wenig Privates öffentlich teilen, starke Passwörter und Zwei-Faktor nutzen, vor dem Posten überlegen („Würde ich das auch ins Gesicht sagen?“). Auch in Betrieben und Berufsschulen sollte es Anlaufstellen geben. Eine Kultur, in der Hilfe suchen normal ist, wirkt am besten.

Siehe auch: Recht am eigenen Bild, Datenschutz im Alltag, Deepfakes