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Übertragung

Kurz: Der allgemeine Vorgang, Daten von einem Sender über ein Medium (Kabel, Funk) zu einem Empfänger zu transportieren.

Genauer: Übertragung ist der Oberbegriff, unter dem sich fast alle anderen Netzwerkbegriffe einordnen lassen: Ob per TCP oder UDP, drahtlos oder kabelgebunden — am Ende geht es immer darum, Bits verlässlich (oder zumindest schnell) von A nach B zu bringen.

Im Detail

Jede Übertragung lässt sich entlang mehrerer unabhängiger Eigenschaften charakterisieren: Bandbreite (wie viele Daten pro Zeiteinheit maximal möglich sind), Latenz (wie lange ein einzelnes Bit vom Sender zum Empfänger braucht), Zuverlässigkeit (kommen alle Daten unbeschädigt und in der richtigen Reihenfolge an) und Richtung (Simplex — nur eine Richtung, wie klassisches Radio; Half-Duplex — abwechselnd beide Richtungen; Full-Duplex — gleichzeitig beide Richtungen, wie bei modernen Netzwerkverbindungen).

Diese Eigenschaften stehen oft in einem Zielkonflikt zueinander: Maximale Zuverlässigkeit (wie bei TCP) kostet zusätzliche Latenz durch Handshakes und Bestätigungen; maximale Geschwindigkeit (wie bei UDP) verzichtet auf diese Garantien. Welche Eigenschaften bei einer konkreten Übertragung im Vordergrund stehen sollten, hängt vollständig vom Anwendungsfall ab — eine Banküberweisung braucht Zuverlässigkeit, ein Live-Videocall braucht niedrige Latenz.

Siehe auch: Bandbreite, Protokoll