Kommunikation
Kurz: Im IT-Kontext der Austausch von Daten zwischen zwei oder mehr Geräten oder Anwendungen über ein Netzwerk.
Genauer: Digitale Kommunikation läuft immer nach einem vereinbarten Protokoll ab, das Format, Reihenfolge und Bedeutung der ausgetauschten Nachrichten festlegt. Man unterscheidet u. a. synchrone (beide Seiten gleichzeitig aktiv, z. B. Anruf) und asynchrone Kommunikation (zeitversetzt, z. B. E-Mail), sowie verbindungsorientierte (TCP) und verbindungslose (UDP) Übertragung.
Im Detail
Wichtige Unterscheidungsachsen digitaler Kommunikation:
- Synchron vs. asynchron: Bei synchroner Kommunikation (z. B. ein Videoanruf, eine WebSocket-Verbindung) müssen beide Seiten gleichzeitig aktiv sein; bei asynchroner Kommunikation (E-Mail, Nachrichten in einer Warteschlange) kann der Empfänger die Nachricht zeitversetzt verarbeiten.
- Verbindungsorientiert vs. verbindungslos: TCP baut vor dem eigentlichen Datenaustausch eine feste Verbindung auf und garantiert zuverlässige Zustellung; UDP sendet Pakete einfach los, ohne Verbindung und ohne Zustellgarantie.
- Unicast vs. Broadcast/Multicast: Kommunikation kann an genau einen Empfänger (Unicast), alle Teilnehmer eines Netzwerks (Broadcast) oder eine ausgewählte Gruppe (Multicast) gerichtet sein.
- Client-Server vs. Peer-to-Peer: In den meisten Web-Anwendungen kommunizieren Clients ausschließlich mit einem zentralen Server; bei Peer-to-Peer-Systemen kommunizieren Teilnehmer direkt miteinander, ohne zentrale Vermittlungsstelle.
Jede dieser Entscheidungen ist ein Trade-off: TCP ist zuverlässiger, aber langsamer als UDP; synchrone Kommunikation fühlt sich unmittelbarer an, erfordert aber, dass beide Seiten gleichzeitig verfügbar sind. Welches Modell passt, hängt stark vom Anwendungsfall ab — ein Chat-System und ein Video-Streaming-Dienst treffen hier oft bewusst unterschiedliche Entscheidungen.
Siehe auch: Verbindungsloses Protokoll, Protokoll