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PPP

Kurz: Point-to-Point Protocol — ein Protokoll zum Aufbau einer direkten Verbindung zwischen zwei Netzwerkknoten, klassisch für Einwahlverbindungen (DSL, ISDN) genutzt.

Genauer: PPP kümmert sich um Verbindungsaufbau, Authentifizierung (z. B. per PAP/CHAP) und das Verpacken von IP-Paketen für die Übertragung über die physische Leitung. Heute meist als PPPoE (PPP over Ethernet) bei DSL-Routern im Einsatz.

Im Detail

PPP entstand in den frühen 1990er-Jahren als Nachfolger des älteren SLIP-Protokolls und war lange Zeit DAS Standardprotokoll für Einwahlverbindungen über analoge Modems und später ISDN. Es übernimmt dabei mehrere Aufgaben gleichzeitig: Verbindungsaufbau und -konfiguration (welche Netzwerkparameter werden verwendet), Authentifizierung des einwählenden Nutzers (per PAP — Passwort im Klartext — oder dem sichereren CHAP mit Challenge-Response-Verfahren) sowie die eigentliche Kapselung von IP-Paketen für die serielle Übertragung über die physische Leitung.

In modernen DSL-Anschlüssen läuft PPP meist als PPPoE (PPP over Ethernet) — obwohl die physische Verbindung längst über Ethernet-Technik läuft, wird das klassische PPP-Protokoll darüber “getunnelt”, vor allem weil Internetanbieter darüber weiterhin nutzerbasierte Authentifizierung (Zugangsdaten für den Internetanschluss) und Abrechnung abwickeln können — ein Erbe aus der Einwahlzeit, das sich technisch bis heute gehalten hat.

PAP versus CHAP

Die beiden klassischen PPP-Authentifizierungsverfahren unterscheiden sich deutlich in ihrer Sicherheit: PAP (Password Authentication Protocol) überträgt Benutzername und Passwort im Klartext über die Leitung — heute als unsicher eingestuft, aber aus Kompatibilitätsgründen teils noch unterstützt. CHAP (Challenge Handshake Authentication Protocol) verschickt das Passwort selbst nie über die Leitung: Der Server schickt eine zufällige “Challenge”, der Client berechnet daraus mit seinem Passwort einen Hash-Wert und schickt nur diesen zurück — der Server kennt das Passwort ebenfalls und kann den erwarteten Hash-Wert selbst berechnen, um ihn zu vergleichen. Ein Mithörer auf der Leitung sieht so nie das eigentliche Passwort, nur eine für diese eine Sitzung gültige Berechnung daraus.

Warum PPPoE bis heute überlebt hat

Aus rein technischer Sicht wäre PPPoE für die meisten modernen Glasfaser- und Kabelanschlüsse nicht mehr zwingend nötig — Ethernet allein reicht aus, um Datenpakete zu transportieren. Der eigentliche Grund für das Fortbestehen ist geschäftlich: Internetanbieter nutzen die PPP-Authentifizierung, um jedem Kundenanschluss eindeutig eine individuelle öffentliche IP-Adresse zuzuweisen und Zugangsdaten pro Vertrag zu verwalten, ohne dafür aufwendigere Alternativen wie 802.1X einführen zu müssen. Router müssen deshalb bis heute die vom Provider bereitgestellten PPPoE-Zugangsdaten kennen, um sich überhaupt ins Internet einwählen zu können.

Siehe auch: Authentifizierung