Lerntypen: Mythos und Wahrheit
Kurz: Die Idee, dass Menschen entweder visuelle, auditive oder haptische Lerntypen sind und nur so gut lernen, ist wissenschaftlich nicht belegt. Wirksam ist, den Stoff auf mehrere Arten zu verarbeiten.
Genauer: Studien fanden keinen Vorteil, wenn man Unterricht an den „bevorzugten Lernstil“ anpasst.
Im Detail
- Vorlieben: Menschen haben Präferenzen, die aber kaum das Lernergebnis bestimmen.
- Was zählt: Aktives Abrufen, verteiltes Wiederholen, Erklären (vergessenskurve-und-wiederholen).
- Mehrere Kanäle: Text, Bild, Sprache und Handeln kombinieren, wenn es zum Inhalt passt (gedaechtnis-und-arbeitsgedaechtnis).
- Inhalt bestimmt Methode: Geografie braucht Karten, Musik braucht Hören.
- Vorwissen: Neues an Bekanntes anknüpfen.
- Motivation: Interesse fördert Lernen (motivation-intrinsisch-und-extrinsisch).
- Kritisches Denken: Auch beliebte Behauptungen prüfen (trugschluesse-erkennen).
- Praxis: Verschiedene Methoden ausprobieren und beibehalten, was hilft (texte-lesen-und-verstehen-sq3r).