Bilder-Rückwärtssuche nutzen
Kurz: Bei der Bilder-Rückwärtssuche gibt man statt eines Suchbegriffs ein Bild ein und findet heraus, wo es sonst noch im Netz auftaucht. So lässt sich oft klären, woher ein Foto stammt und ob es aus dem Zusammenhang gerissen wurde.
Genauer: Mehrere große Suchmaschinen und spezialisierte Dienste bieten diese Funktion an. Sie vergleichen Merkmale des hochgeladenen Bildes mit Bildern, die sie bereits erfasst haben, und zeigen ähnliche oder identische Treffer.
Im Detail
- So funktioniert es: Man lädt ein Bild hoch, fügt dessen Internetadresse ein oder nutzt am Smartphone die Bildsuche-Funktion der Suchmaschinen-App.
- Ursprung finden: Die Treffer mit dem frühesten Datum führen oft zur ursprünglichen Quelle, etwa zu einer Fotoagentur oder einem Nachrichtenartikel.
- Alte Bilder in neuem Kontext: Häufig werden echte, aber jahrealte Fotos als angeblich aktuelle Aufnahmen verbreitet; die Rückwärtssuche deckt solche Fälle oft schnell auf (desinformation-und-deepfakes-erkennen).
- Falsche Profile entlarven: Taucht das Profilbild eines Kontakts unter vielen anderen Namen auf, ist das ein starkes Warnzeichen für ein gefälschtes Konto (dating-apps-sicher-nutzen).
- Mehrere Dienste ausprobieren: Jede Suchmaschine hat einen anderen Bildbestand, deshalb lohnt es sich, dasselbe Bild bei mehreren Anbietern zu prüfen.
- Ausschnitt wählen: Wurde ein Bild beschnitten, gespiegelt oder mit Text versehen, hilft es, nur den wichtigsten Bildteil zuzuschneiden und erneut zu suchen.
- Videos prüfen: Bei Videos kann man Standbilder von markanten Szenen als Screenshot speichern und diese einzeln suchen.
- Grenzen kennen: Kein Treffer bedeutet nicht, dass ein Bild echt oder neu ist; ganz frische oder private Bilder sind oft schlicht noch nicht erfasst.
- Datenschutz beachten: Hochgeladene Bilder können beim Anbieter gespeichert werden, daher sollte man keine privaten Fotos anderer Menschen ohne guten Grund hochladen (recht-am-eigenen-bild).