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Kettenbriefe und Falschmeldungen im Messenger

Kurz: Kettenbriefe sind Nachrichten, die ausdrücklich zum Weiterleiten auffordern, oft mit Drohungen, angeblichen Warnungen oder Gewinnversprechen. In Messengern verbreiten sie sich besonders schnell, weil sie von Freunden und Familie kommen.

Genauer: Viele Kettenbriefe sind harmlos, manche verbreiten aber Falschinformationen, erzeugen Angst oder locken auf Betrugsseiten. Wer kurz innehält und prüft, bevor er weiterleitet, unterbricht die Kette.

Im Detail

  • Typische Merkmale: Aufforderungen wie „Schick das an alle deine Kontakte“, große Dringlichkeit, viele Ausrufezeichen und keine nachvollziehbare Quelle sind klassische Hinweise.
  • Angst als Antrieb: Manche Nachrichten drohen mit Unglück oder behaupten, das eigene Konto werde gelöscht, wenn man nicht weiterleitet; das ist erfunden.
  • Angebliche Warnungen: Häufig kursieren Warnungen vor gefährlichen Personen, Viren oder Behördenaktionen, die längst widerlegt sind oder nie stattgefunden haben.
  • Vertrauensvorschuss: Weil die Nachricht von einer bekannten Person stammt, wirkt sie glaubwürdig, obwohl diese sie selbst nur ungeprüft weitergeleitet hat.
  • Betrug und Datenklau: Gewinnspiele, Gutscheine oder Links zu angeblichen Sonderaktionen können auf gefälschte Seiten führen, die Daten abgreifen (phishing-und-betrugsmaschen-erkennen).
  • Prüfen vor dem Teilen: Eine kurze Suche nach dem Kernsatz der Nachricht zusammen mit Wörtern wie „Fake“ oder „Faktencheck“ zeigt oft schnell, ob es sich um eine bekannte Falschmeldung handelt.
  • Bilder und Sprachnachrichten: Auch Fotos und Sprachaufnahmen werden aus dem Zusammenhang gerissen weitergereicht; bei Bildern hilft eine Rückwärtssuche (bilder-rueckwaertssuche-nutzen).
  • Freundlich aufklären: Wer eine Falschmeldung erhält, kann die absendende Person sachlich und ohne Vorwurf darauf hinweisen, am besten mit einer verlässlichen Quelle.
  • Ernste Inhalte melden: Nachrichten mit Gewaltaufrufen, Hetze oder Drohungen sollte man nicht weiterleiten, sondern im Messenger melden und gegebenenfalls Hilfe holen (desinformation-und-deepfakes-erkennen).