Selbstwirksamkeit: Der Glaube an das eigene Können
Kurz: Selbstwirksamkeit ist die Überzeugung, eine bestimmte Aufgabe oder Herausforderung aus eigener Kraft bewältigen zu können. Das Konzept stammt von dem Psychologen Albert Bandura (1977).
Genauer: Selbstwirksamkeit bezieht sich meist auf konkrete Bereiche, etwa „Ich kann Mathe-Aufgaben lösen“ oder „Ich kann vor Leuten sprechen“. Menschen mit hoher Selbstwirksamkeit nehmen sich eher anspruchsvolle Ziele vor, bleiben bei Rückschlägen länger dran und erleben Stress als besser beherrschbar.
Im Detail
- Abgrenzung: Selbstwertgefühl beschreibt, wie man sich als Person bewertet; Selbstwirksamkeit betrifft das zugetraute Können in einer Situation (selbstbewusstsein-staerken).
- Quelle 1, eigene Erfolge: Am stärksten wirkt die Erfahrung, etwas Schwieriges selbst geschafft zu haben.
- Quelle 2, Vorbilder: Zu sehen, dass ähnliche Menschen eine Aufgabe meistern, macht Mut: „Wenn sie das kann, kann ich das auch.“
- Quelle 3, Zuspruch: Ehrliche Ermutigung durch andere kann helfen, wirkt aber schwächer als eigene Erfolge.
- Quelle 4, Körpersignale: Wie man Herzklopfen oder Nervosität deutet, beeinflusst das Zutrauen; Aufregung muss kein Zeichen von Unfähigkeit sein.
- Kleine Schritte: Große Ziele in machbare Etappen teilen, damit regelmäßig Erfolgserlebnisse entstehen (motivation-und-ziele-erreichen).
- Realistisch bleiben: Es geht nicht um Selbstüberschätzung, sondern um begründetes Zutrauen, das auf Erfahrungen beruht.
- Gegenstück: Wer dauerhaft erlebt, nichts bewirken zu können, entwickelt eher das Gegenteil, die erlernte Hilflosigkeit (erlernte-hilflosigkeit).