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Autofokus: Grundlagen

Kurz: Der Autofokus stellt das Objektiv automatisch so ein, dass das gewünschte Motiv scharf abgebildet wird. Wer Modi und Messfelder versteht, bekommt deutlich mehr scharfe Bilder.

Genauer: Kameras messen die Schärfe vor allem über Phasenvergleich oder Kontrastmessung, viele moderne Modelle kombinieren beides direkt auf dem Sensor. Dazu kommt bei vielen Geräten eine automatische Erkennung von Gesichtern, Augen oder Tieren.

Im Detail

  • Phasenvergleich: Die Kamera erkennt aus dem Versatz zweier Lichtstrahlen, in welche Richtung und wie weit sie scharfstellen muss; das ist schnell und gut für Bewegung.
  • Kontrastmessung: Das Objektiv fährt hin und her, bis der Bildkontrast am höchsten ist; das ist genau, aber oft etwas langsamer.
  • Einzel-Autofokus: Im Modus AF-S (bei manchen Herstellern One Shot) wird einmal scharfgestellt und die Schärfe gehalten, ideal für ruhende Motive.
  • Kontinuierlicher Autofokus: Im Modus AF-C (auch AI Servo) führt die Kamera die Schärfe einem bewegten Motiv laufend nach.
  • Messfelder: Ein einzelnes Messfeld gibt volle Kontrolle, große Felder oder automatische Wahl helfen bei schnellen, unvorhersehbaren Motiven.
  • Motiverkennung: Augen- und Gesichtserkennung hilft besonders bei Porträts, weil der Fokus auf dem nächstgelegenen Auge sitzen sollte.
  • Schwierige Situationen: Bei wenig Licht, wenig Kontrast, Spiegelungen oder Gittern vor dem Motiv kann der Autofokus unsicher werden.
  • Fokussieren per Taste: Manche legen den Autofokus auf eine Taste auf der Rückseite, um Scharfstellen und Auslösen zu trennen.
  • Manueller Fokus: Hilfen wie Fokus-Peaking und Bildvergrößerung erleichtern das Scharfstellen von Hand, etwa bei Makro oder Nachtaufnahmen (blende-und-schaerfentiefe, portraetfotografie-tipps, makrofotografie-grundlagen).