Die Wikingerzeit: Grundlagen
Kurz: Die Wikingerzeit dauerte etwa von 790 bis 1066 n. Chr. und war geprägt von Handelsfahrten, Besiedlungen und auch gewaltsamen Überfällen skandinavischer Seefahrer. Wikinger waren weit mehr als nur Plünderer.
Genauer: Der Begriff “Wikinger” bezieht sich auf Menschen aus Skandinavien, die zu See fuhren, nicht auf ein einzelnes Volk.
Im Detail
- Schiffsbau: Die schnellen, wendigen Langschiffe ermöglichten sowohl Flussfahrten als auch Überseereisen.
- Handelsnetzwerke: Wikinger handelten mit Pelzen, Bernstein, Sklaven und Silber bis nach Byzanz und in den arabischen Raum.
- Besiedlung: Sie gründeten Siedlungen in Island, Grönland und erreichten als erste Europäer Nordamerika.
- Gesellschaftsstruktur: Wikingergesellschaften kannten Häuptlinge, freie Bauern und Thing-Versammlungen zur Rechtsprechung.
- Religion: Der Glaube an Götter wie Odin und Thor wurde erst im Laufe der Zeit durch das Christentum verdrängt.
- Raubzüge: Überfälle auf Klöster und Küstenstädte in England und Frankreich prägten das Bild der “wilden Wikinger”.
- Ende der Epoche: Mit der Christianisierung Skandinaviens und der Schlacht von Hastings 1066 endete die klassische Wikingerzeit (mittelalter-lebenswelt-und-gesellschaft, antike-hochkulturen-mesopotamien-indus-china).