Smart Meter und dynamischer Stromtarif
Kurz: Ein Smart Meter (intelligentes Messsystem) misst den Stromverbrauch digital und sendet ihn über ein Kommunikationsmodul. Es ermöglicht Tarife, deren Preis sich nach der Tageszeit richtet.
Genauer: Ein „moderne Messeinrichtung” ist ein digitaler Zähler ohne Fernübertragung. Erst mit zusätzlichem Kommunikationsgerät (Smart-Meter-Gateway) wird daraus ein intelligentes Messsystem.
Im Detail
- Einbaupflicht: Der Einbau ist gesetzlich gestaffelt: Pflicht vor allem bei größerem Verbrauch (ab etwa 6000 kWh im Jahr) und bei größeren Erzeugungsanlagen. Wer weniger verbraucht, kann einen Einbau meist wünschen. Die Kosten sind gesetzlich gedeckelt.
- Dynamischer Tarif: Der Arbeitspreis folgt dem Börsenstrompreis, meist stündlich oder viertelstündlich. Lieferanten müssen solche Tarife anbieten. Günstig ist Strom oft nachts oder bei viel Wind und Sonne.
- Wer profitiert? Haushalte, die Verbrauch verschieben können: Wärmepumpe, E-Auto laden, Waschmaschine, Speicher. Wer kaum flexibel ist, riskiert Mehrkosten bei Preisspitzen.
- Eigene Messung: Verbrauch lässt sich in einer App oder am Display einsehen. Das macht Standby-Fresser sichtbar.
- Datenschutz: Die Daten sind besonders sensibel, weil sie Gewohnheiten verraten. Es gelten strenge Sicherheitsvorgaben (BSI) und Sparsamkeit bei Übermittlungen.
- Netzentgelte: Steuerbare Geräte (Wärmepumpe, Wallbox) können gegen Rabatt vom Netzbetreiber zeitweise gedrosselt werden.
Siehe auch: Stromanbieter wechseln, Grundpreis und Arbeitspreis