EMZETT.
Login

Wayland-Compositors: Sway, Hyprland und i3

Kurz: Unter Wayland ist der Compositor zugleich Fensterverwaltung und Anzeigeserver. Neben GNOME und KDE gibt es schlanke Tiling-Compositors wie Sway und Hyprland, die Fenster automatisch anordnen und per Tastatur bedient werden.

Tiling statt Fenster ziehen

Ein Tiling-Fenstermanager teilt den Bildschirm automatisch in Kacheln auf, ohne Überlappung. Neue Fenster nehmen den freien Platz. Bedient wird fast alles per Tastatur, siehe Fenstermanager und Tiling-Fenstermanager.

Die bekanntesten

  • i3: Klassiker für X11. Textbasierte Konfiguration, sehr stabil.
  • Sway: i3-kompatibler Ersatz für Wayland. Wer i3 kennt, findet sich sofort zurecht. Konfiguration in ~/.config/sway/config.
  • Hyprland: Wayland-Compositor mit Fokus auf Animationen, Effekten und starker Anpassbarkeit. Hohe Wartung, weil sich Einstellungen schnell ändern.
  • river, Niri u. a.: weitere, teils ungewöhnliche Konzepte (zum Beispiel scrollende Spalten).

Was man dazu braucht

Ein Tiling-Compositor ist kein vollständiger Desktop. Man ergänzt selbst:

  1. Leiste (Waybar), Startmenü (wofi, rofi, fuzzel)
  2. Benachrichtigungen (mako, dunst)
  3. Bildschirmsperre (swaylock, hyprlock), Hintergrund (swaybg)
  4. Netzwerk- und Audioapplets, Bildschirmfreigabe über Portale (xdg-desktop-portal)

Für wen?

Wer Tastaturbedienung mag und gern seine Umgebung selbst baut. Wer lieber „einfach funktioniert“ will, bleibt bei GNOME oder KDE Plasma. Einstellungen lassen sich als Dotfiles sichern.

Siehe auch: Display-Manager und Anmeldebildschirm