X11 und Wayland
Kurz: X11 (X Window System) und Wayland sind die zwei Grundlagen, auf denen Linux-Oberflächen Bilder zeichnen. X11 stammt von 1987, Wayland ist der moderne Nachfolger und heute bei den großen Desktops Standard.
Genauer: Bei X11 gibt es einen zentralen X-Server, der Programme und Bildschirm verbindet, dazu einen Fenstermanager. Bei Wayland ist der Compositor selbst der Anzeigeserver, was die Architektur vereinfacht und sicherer macht.
Im Detail
| Merkmal | X11 | Wayland |
|---|---|---|
| Alter | 1987 | 2008 |
| Sicherheit | Programme können sich gegenseitig belauschen | Programme sind isoliert |
| Tearing | möglich | vermeidet es meist |
| Mehrere Monitore mit unterschiedlicher Skalierung | schwierig | gut |
| Fernzugriff | ssh -X, eingebaut | über RDP/VNC/PipeWire |
| Bildschirmfotos und Tastenkürzel | frei möglich | über Portale, mit Erlaubnis |
| NVIDIA | lange besser | inzwischen deutlich besser |
- XWayland: Lässt alte X11-Programme unter Wayland laufen.
- Zu erkennen:
echo $XDG_SESSION_TYPEzeigtx11oderwayland. - Entwicklung: GNOME und KDE sind auf Wayland als Standard gewechselt und planen, X11-Sitzungen zu entfernen.
- PipeWire: Audio- und Video-Framework, das Bildschirmfreigabe unter Wayland ermöglicht.
- Compositor-Beispiele: Mutter (GNOME), KWin (KDE), Sway, Hyprland, labwc.
Siehe auch: Display-Manager und Anmeldebildschirm, Fenstermanager und Tiling-Fenstermanager