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Kernel-Module und Treiber

Kurz: Ein Kernel-Modul ist Code, der zur Laufzeit in den Kernel geladen wird, meist ein Treiber. So muss nicht jeder Treiber fest im Kernel stecken.

Genauer: Die meisten Treiber unter Linux gehören zum Kernel selbst und werden automatisch geladen, wenn die Hardware erkannt wird (udev). Eigene Hersteller-Treiber (NVIDIA proprietär) werden als Modul nachgeladen.

Im Detail

lsmod                    # geladene Module
modinfo snd_hda_intel    # Infos
sudo modprobe vboxdrv    # laden
sudo modprobe -r vboxdrv # entladen
  • Pfad: /lib/modules/<Kernelversion>/.
  • Sperrliste: In /etc/modprobe.d/ mit blacklist modulname verhindert man das Laden.
  • DKMS: Baut Module nach einem Kernel-Update automatisch neu (für externe Treiber).
  • Secure Boot: Unsignierte Module werden abgelehnt, man muss sie mit einem eigenen Schlüssel signieren.
  • NVIDIA: Proprietärer Treiber oder offene Kernel-Module (seit den 500er-Treibern), plus der freie Nouveau.
  • Firmware: Manche Geräte brauchen zusätzliche Firmware (linux-firmware).
  • Fehlersuche: dmesg | grep -i firmware.

Siehe auch: Der Linux-Kernel im Überblick, Kernel Panic und Oops