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Kernel selbst kompilieren

Kurz: Man kann den Kernel aus dem Quellcode selbst bauen, um Funktionen ein- oder auszuschalten, ihn zu verkleinern oder zu optimieren.

Genauer: Dazu lädt man den Quellcode von kernel.org, wählt mit menuconfig die Optionen und übersetzt.

Im Detail

tar xf linux-6.12.tar.xz && cd linux-6.12
cp /boot/config-$(uname -r) .config   # Konfiguration der laufenden Version
make olddefconfig
make menuconfig                       # Optionen anpassen
make -j$(nproc)
sudo make modules_install
sudo make install                     # kopiert nach /boot, aktualisiert Bootloader
  • Voraussetzungen: gcc, make, flex, bison, libssl-dev, libelf-dev, bc.
  • Dauer: Von wenigen Minuten bis über eine Stunde, je nach Optionen.
  • Distributionswege: Debian: make bindeb-pkg erzeugt .deb-Pakete, Fedora/Arch haben eigene Pakete.
  • Risiko: Falsche Optionen führen zu nicht bootenden Systemen, daher immer einen funktionierenden Kernel im Bootmenü lassen.
  • Alternative: Fertige Kernel-Varianten (Zen, XanMod, Liquorix), siehe Alternative Kernel: Zen, XanMod, Liquorix und hardened.
  • Module signieren bei Secure Boot.

Siehe auch: Software aus dem Quellcode bauen (make, CMake), Kernel-Module und Treiber