Kernel Panic und Oops
Kurz: Ein Kernel Panic ist der Absturz des Linux-Kerns bei einem Fehler, von dem er sich nicht erholen kann. Ein „Oops“ ist ein weniger schwerer Fehler, bei dem das System manchmal weiterläuft.
Genauer: Das Gegenstück zum Blauen Bildschirm unter Windows, siehe bsod-kernel-security-check-failure. Der Kernel schreibt eine Meldung mit Aufruf-Stapel und Registern.
Im Detail
- Ursachen: Defekter Arbeitsspeicher, fehlerhafte Treiber (oft proprietäre Module), kaputtes Dateisystem, falscher Kernel, Hardwarefehler.
- Typische Meldungen:
Kernel panic – not syncing: VFS: Unable to mount root fs,BUG: unable to handle page fault. - Suchen:
journalctl -k -b -1zeigt Kernel-Meldungen des vorherigen Starts,dmesg. - Überleben: Mit
kdumpwird ein Speicherabbild für die Analyse geschrieben. - Test:
memtest86+für RAM,smartctlfür Datenträger. - Rückfall: Im Bootmenü einen älteren Kernel wählen.
- Konfiguration:
kernel.panic=10startet 10 Sekunden nach Panic neu.
Siehe auch: Kernel-Module und Treiber, Bootvorgang: UEFI, GRUB, initramfs und Kernel