Rust und eBPF im Linux-Kernel
Kurz: Seit 2022 darf der Kernel in Rust geschrieben werden, um Speicherfehler zu vermeiden. Mit eBPF kann man kleine sichere Programme zur Laufzeit in den Kernel laden.
Genauer: Rund 70 Prozent der Sicherheitslücken im Kernel stammen aus Speicherfehlern in C. Rust verhindert viele davon schon beim Übersetzen.
Im Detail
- Rust: Erster Code in 6.1 aufgenommen. Treiber (z. B. Grafik) entstehen in Rust. Entwickler sind sich über das Tempo nicht einig.
- eBPF: Virtuelle Maschine im Kernel. Programme werden vorher geprüft (Verifier) und dann sicher ausgeführt.
- Einsatz: Netzwerk-Filter (XDP), Beobachtung (bpftrace, Cilium, Falco), Sicherheit, Profiling.
- Vorteile: Kernverhalten ändern ohne neuen Kernel oder Neustart.
- Werkzeuge:
bpftrace,bcc,libbpf,perf.
Siehe auch: Der Linux-Kernel im Überblick, Kernel-Module und Treiber