Geschmacksverstärker und Glutamat
Kurz: Geschmacksverstärker wie Mononatriumglutamat (E621) verstärken den herzhaften „Umami”-Geschmack, ohne selbst stark zu schmecken.
Genauer: Glutamat kommt natürlich in Tomaten, Parmesan, Pilzen und Sojasauce vor. Als Zusatzstoff gilt es in üblichen Mengen als unbedenklich, die EFSA hat einen tolerierbaren Wert festgelegt. Das „China-Restaurant-Syndrom” konnte in Studien nicht bestätigt werden.
Kontext bei uns: Der Produktscanner zieht einen kleinen Betrag ab, weil Geschmacksverstärker, Hefeextrakt und Würze auf stark verarbeitete Produkte hindeuten, nicht weil Glutamat gefährlich wäre.
Im Detail
- Auf der Zutatenliste: E620–E625 (Glutaminsäure und Glutamate), E626–E635 (Guanylate und Inosinate).
- Verstecktes Glutamat: Hefeextrakt, hydrolysiertes Pflanzeneiweiß und Würze enthalten natürlich Glutamat. „Ohne Geschmacksverstärker” ist deshalb nicht dasselbe wie „ohne Glutamat”.
- Salz: Glutamat enthält weniger Natrium als Kochsalz und kann den Salzbedarf senken.
Siehe auch: E-Nummern (Lebensmittelzusatzstoffe), NOVA-Klassifikation