Redundanz
Kurz: Redundanz bedeutet, wichtige Teile eines Systems mehrfach vorzuhalten, damit der Ausfall eines Teils nicht das Ganze lahmlegt.
Genauer: Ein einzelner Punkt, dessen Ausfall alles stoppt, heißt Single Point of Failure. Redundanz beseitigt ihn, indem ein Ersatz bereitsteht.
Im Detail
Beispiele
- Strom: zwei Netzteile, USV und Generator im Rechenzentrum.
- Netzwerk: zwei Leitungen und mehrere Wege, siehe Vollvermaschte Topologie und Leaf-Spine.
- Speicher: RAID spiegelt oder verteilt Daten auf mehrere Platten.
- Server: mehrere Maschinen hinter einem Load Balancer. Fällt eine aus, übernehmen die anderen (Failover).
- Daten: Backups an einem anderen Ort. Regel: 3-2-1 (3 Kopien, 2 Medien, 1 extern).
Aktiv und passiv
- Aktiv-aktiv: Alle arbeiten, die Last wird verteilt.
- Aktiv-passiv: Der Ersatz wartet und springt bei Ausfall ein.
Grenzen
Redundanz kostet Geld und macht Systeme komplexer. Ein Ersatz, der nie getestet wird, funktioniert im Ernstfall oft nicht. Redundanz ersetzt zudem keine Backups: Ein gelöschter Datensatz wird sofort auf alle Kopien übertragen. Sie ist ein Baustein der IT-Sicherheit (Verfügbarkeit).
Siehe auch: Skalierung, Systemarchitektur