Leaf-Spine-Architektur
Kurz: Die Leaf-Spine-Architektur ist ein Netzaufbau für Rechenzentren mit zwei Schichten von Switches: Jeder „Leaf“-Switch ist mit jedem „Spine“-Switch verbunden.
Genauer: Die Server hängen an den Leaf-Switches (Blätter). Die Spine-Switches (Rückgrat) verbinden die Leafs untereinander. Leafs sind nie direkt miteinander verbunden, Spines ebenfalls nicht.
Im Detail
- Immer zwei Schritte: Zwischen zwei Servern an verschiedenen Leafs führt der Weg über genau einen Spine (Leaf → Spine → Leaf). Die Latenz ist gleichmäßig und gering.
- Viele Wege: Mit 4 Spines gibt es 4 gleichwertige Wege. Der Verkehr wird verteilt, und ein Ausfall mindert nur die Kapazität (Redundanz).
- Wachstum: Mehr Server brauchen mehr Leafs, mehr Bandbreite braucht mehr Spines (Skalierung).
- Warum: Der alte dreistufige Aufbau (Zugang, Verteilung, Kern) war für Verkehr zwischen Servern („Ost-West“) ein Engpass. Moderne Anwendungen und Cloud-Dienste erzeugen viel davon.
- Grundlage: Sie ist die gängigste Form einer Network Fabric.
Siehe auch: Rechenzentrum, Switch, Vollvermaschte Topologie