Systemarchitektur
Kurz: Die Systemarchitektur beschreibt, aus welchen Bausteinen ein IT-System besteht, wie sie zusammenarbeiten und welche Schnittstellen es zwischen ihnen gibt.
Genauer: Sie ist der Bauplan auf oberster Ebene, noch vor dem einzelnen Code. Gute Architektur macht ein System änderbar, sicher und leistungsfähig. Entscheidungen hier sind später teuer zu korrigieren.
Im Detail
Typische Bausteine einer Web-Anwendung
Der Browser (Client) fragt einen Webserver, dieser nutzt eine Datenbank, und weitere Dienste (Bezahlung, E-Mail, Chat) hängen über Schnittstellen (API) daran.
Gängige Muster
- Schichtenarchitektur: Oberfläche, Fachlogik und Datenhaltung sind getrennt.
- Client-Server: Aufgaben sind zwischen Clients und Servern aufgeteilt.
- Monolith oder Microservices: eine große Anwendung oder viele kleine, getrennte Dienste.
- Ereignisgesteuert: Komponenten reagieren auf Nachrichten statt direkt aufeinander aufzurufen.
Qualitätsziele
Skalierbarkeit (Skalierung), Ausfallsicherheit (Redundanz), Sicherheit (Security by Design), Wartbarkeit und Kosten. Architektur heißt, bei widersprüchlichen Zielen bewusst abzuwägen und das zu dokumentieren, zum Beispiel mit Diagrammen (UML, C4).