Chanukka: das jüdische Lichterfest
Kurz: Chanukka ist ein achttägiges jüdisches Fest, an dem jeden Abend ein Licht mehr angezündet wird. Es erinnert an die Wiedereinweihung des Tempels in Jerusalem im 2. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung.
Genauer: Chanukka beginnt am 25. Tag des Monats Kislew im jüdischen Kalender und fällt deshalb meist in den Dezember, manchmal auch in den späten November. Das hebräische Wort bedeutet Einweihung.
Im Detail
- Geschichte: Nach dem Aufstand der Makkabäer gegen die Herrschaft des Seleukidenreichs wurde der entweihte Tempel gereinigt und neu geweiht.
- Das Ölwunder: Der Überlieferung nach fand man nur einen kleinen Krug reines Öl für den Tempelleuchter, der dennoch acht Tage lang brannte.
- Der Leuchter: Die Chanukkia hat acht Arme und einen zusätzlichen Platz für das Dienerlicht, den Schamasch, mit dem die anderen Lichter angezündet werden.
- Jeden Abend mehr: Am ersten Abend brennt ein Licht, am achten Abend brennen alle acht; dazu werden Segenssprüche gesprochen.
- Licht nach außen: Die Chanukkia wird traditionell ins Fenster oder an die Tür gestellt, damit das Wunder öffentlich sichtbar wird; viele Städte zünden große Leuchter auf öffentlichen Plätzen an.
- Essen: In Öl Gebackenes erinnert an das Ölwunder, etwa Kartoffelpuffer (Latkes) und mit Marmelade gefüllte Krapfen (Sufganiyot).
- Dreidel: Kinder spielen mit einem Kreisel, dessen vier hebräische Buchstaben für „Ein großes Wunder geschah dort“ stehen.
- Einordnung: Chanukka ist ein fröhliches Familienfest, aber kein hoher Feiertag; Arbeit und Schule sind an diesen Tagen erlaubt, und Geschenke für Kinder sind vielerorts üblich geworden.
- Ähnlichkeiten: Wie andere Lichterfeste fällt Chanukka in die dunkle Jahreszeit, hat aber seine eigene Geschichte und Bedeutung (diwali-lichterfest, weihnachten-braeuche-und-geschichte).