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Pessach: das jüdische Fest der Befreiung

Kurz: Pessach erinnert an den Auszug der Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten, wie ihn die Bibel im Buch Exodus erzählt. Es ist eines der wichtigsten Feste im Judentum und wird vor allem in der Familie gefeiert.

Genauer: Pessach beginnt am 15. Tag des Monats Nissan im jüdischen Kalender und fällt daher in den März oder April. Es dauert in Israel sieben Tage, in vielen Gemeinden außerhalb Israels acht Tage.

Im Detail

  • Der Sederabend: Am ersten Abend, in vielen Familien außerhalb Israels auch am zweiten, kommt die Familie zu einem festlichen Mahl mit fester Ordnung zusammen; Seder bedeutet Ordnung.
  • Die Haggada: Aus diesem Buch wird beim Seder die Geschichte des Auszugs vorgelesen, mit Gebeten, Liedern und Erklärungen.
  • Vier Fragen: Traditionell stellt das jüngste Kind Fragen dazu, warum dieser Abend anders ist als alle anderen, und die Erwachsenen erzählen die Geschichte als Antwort.
  • Der Sederteller: Auf ihm liegen symbolische Speisen, etwa Bitterkraut für die Bitterkeit der Sklaverei und eine süße Mischung aus Früchten und Nüssen, die an den Lehm der Ziegel erinnert.
  • Mazza: Während des ganzen Festes wird ungesäuertes Brot gegessen, weil die Israeliten der Erzählung nach so eilig aufbrachen, dass der Teig nicht aufgehen konnte.
  • Kein Gesäuertes: Vor dem Fest wird die Wohnung gründlich von gesäuerten Getreideprodukten, hebräisch Chametz, befreit.
  • Vier Becher: Beim Seder werden vier Becher Wein oder Traubensaft getrunken, die für Versprechen der Befreiung stehen.
  • Afikoman: Ein Stück Mazza wird versteckt; Kinder suchen es und erhalten oft eine kleine Belohnung.
  • Bedeutung heute: Pessach steht für Freiheit und Erinnerung über Generationen; zeitlich und inhaltlich hängt es mit dem christlichen Osterfest zusammen (ostern-braeuche-und-bedeutung, chanukka-lichterfest).