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Metamorphose bei Tieren

Kurz: Bei der Metamorphose verwandelt sich ein junges Tier in eine völlig anders gebaute erwachsene Form, etwa die Raupe in den Schmetterling oder die Kaulquappe in den Frosch. Larve und erwachsenes Tier leben dabei oft ganz unterschiedlich.

Genauer: Gesteuert wird die Verwandlung durch Hormone. Bei Insekten unterscheidet man die vollständige Verwandlung mit Puppenstadium und die unvollständige ohne Puppe.

Im Detail

  • Vollständige Verwandlung: Schmetterlinge, Käfer, Fliegen und Bienen durchlaufen die Stadien Ei, Larve, Puppe und erwachsenes Insekt.
  • Die Puppe: Im scheinbar ruhenden Puppenstadium wird der Körper der Larve weitgehend umgebaut, und aus vorbereiteten Zellgruppen entstehen Flügel, Beine und Fühler des fertigen Insekts.
  • Unvollständige Verwandlung: Heuschrecken, Libellen und Wanzen haben kein Puppenstadium; ihre Larven ähneln dem erwachsenen Tier oft schon und werden mit jeder Häutung ähnlicher.
  • Häutungen: Weil das harte Außenskelett nicht mitwächst, müssen Insektenlarven es mehrmals abstreifen, um größer zu werden.
  • Hormonsteuerung bei Insekten: Ein Häutungshormon löst die Häutungen aus, während ein Juvenilhormon mitbestimmt, ob nach der Häutung noch eine Larve oder schon das erwachsene Tier entsteht.
  • Frösche und Kröten: Die Kaulquappe lebt im Wasser, atmet über Kiemen und hat einen Ruderschwanz; während der Verwandlung bilden sich Beine und Lungen, und der Schwanz wird zurückgebildet.
  • Schilddrüsenhormone: Bei Amphibien treiben Schilddrüsenhormone die Metamorphose an, also Botenstoffe, die auch beim Menschen Wachstum und Stoffwechsel beeinflussen (schilddruese-funktion-und-bedeutung).
  • Sonderfall Axolotl: Der mexikanische Axolotl bleibt normalerweise zeitlebens in seiner Larvenform mit Außenkiemen und wird trotzdem geschlechtsreif.
  • Vorteil der Verwandlung: Larven und erwachsene Tiere nutzen oft verschiedene Nahrung und Lebensräume und machen sich so kaum Konkurrenz (amphibien-und-reptilien-ueberblick, insekten-und-bestaeuber).